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Foxconn führt neue Namensgebung ein

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Das OEM-Geschäft ist die eigentliche Stärke von Foxconn. Das zur taiwanischen Gruppe Hon Hai Precision Industry gehörende Unternehmen zählt zu den wichtigsten Auftragsfertigern für die IT-Industrie und bedient Kunden wie Apple, Dell und Hewlett-Packard. Der Konzern möchte sich jedoch unter der Marke Foxconn auch im Endkundengeschäft etablieren. Das hatte Hon Hai erstmals zur Computex vor drei Jahren angekündigt.

Um nun auch seine Produkte wie Mainboards und Grafikkarten kundenfreundlicher zu gestalten, hat sich Foxconn entschlossen, die Namensgebung deutlich zu vereinfachen. "Bisher setzten sich die Namen der Mainboards aus mehr als zehn Zeichen zusammen, die genau angaben, welche Komponenten auf dem Board enthalten sind. Für das OEM-Geschäft ein Muss, aber für Endkunden eher schwer zu verstehen und zu merken", erklärt Bastian Fröhlig, Marketing Manager von Foxconn Deutschland.

Künftig soll eine Mainboardbezeichnung aus maximal sechs Zeichen bestehen. "Die neuen Produkte mit dem Bearlake-Chipsatz von Intel werden beispielsweise die Namen P35A, P35A-S und P35A-V erhalten", erläutert Fröhlig. Dabei verweisen die drei ersten Zeichen auf den Chipsatz. Der nachfolgende Buchstabe beschreibt den Formfaktor des Boards – A steht für ATX, M stünde für mATX. Die nachgestellten Buchstaben S oder V unterscheiden zwischen der Premium- und der "abgespeckten" Version.

Die neue Nomenklatur soll es Verbrauchern einfacher machen, sich im Produktportfolio von Foxconn zu orientieren. Zudem will der Hersteller künftig stärker auf Eigenentwicklungen für Mainboards und Grafikkarten setzen und sich weniger auf die Referenzdesigns verlassen. Am klassischen Tier-2-Vertriebsmodell hält der taiwanische Produzent aber weiterhin fest. Als Distributoren in Deutschland agieren Actebis Peacock, B.com, Ingram Micro, Jet Computer, Maxcom, Siewert & Kau, Simac und Wave. (map)