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France Telecom steigert Gewinn um 32 Prozent

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Der französischen Fernmelde-Riese France Telecom hat im vergangenen Jahr den Gewinn um mehr als 32 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro steigern können. Das zunehmende internationale Geschäft bescherte einen Umsatzsprung von fast 25 Prozent auf 33,6 Milliarden Euro, wie France Telecom am heutigen Donnerstag in Paris mitteilte; auch die Ausweitung des Mobilfunkgeschäfts habe zu der Umsatzsteigerung beigetragen.

Der französische Markt hatte am Umsatz des Konzerns nur einen Anteil von 5 Prozent. Für das Jahr 2001 rechnet Konzernchef Michel Bon mit einem noch schnelleren Wachstum. Die Zahl der Kunden ist nach Firmenangaben um 40 Prozent auf 77 Millionen gestiegen. Davon seien 33 Millionen Handy-Nutzer und 2,6 Millionen surften mit Hilfe von Wanadoo im Internet. Orange trug mit 9 Milliarden Euro (plus 80 Prozent) zum Konzernumsatz bei, machte aber einen Nettoverlust von 1,3 Milliarden Euro. Für France Telecom arbeiten weltweit etwa 160.000 Mitarbeiter.

Vor allem wegen des Erwerbs teurer UMTS-Lizenzen stiegen jedoch die Schulden von France Telecom von knapp 15 auf 61 Milliarden Euro. Die Hoffnungen auf eine kräftige Kapitalspritze aus dem Börsengang der Mobilfunktochter Orange im Februar wurden enttäuscht: France Telecom hatte wegen des ungünstigen Börsenklimas Probleme, die Aktie zu platzieren. Die Preisspanne wurde wegen mangelnder Nachfrage in der Zeichnungsfrist gesenkt und der Börsengang um einen Tag verschoben. Zum Auftakt fiel die Orange-Aktie dann gleich unter den Ausgabepreis. (jk)