Frankfurt setzt weiter auf Microsoft

Microsoft soll künftig dafür sorgen, dass die PCs der Ämter der Mainmetropole einheitlich mit dem neuesten Betriebssystem der Redmonder laufen.

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Von
  • Andreas Wilkens

Die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth unterzeichnet morgen zusammen mit Jürgen Gallmann, Chef von Microsoft Deutschland, einen Rahmenvertrag über die Software-Ausstattung der Verwaltung in der Mainmetropole. Laut Thomas Scheben, Leiter der dortigen Presseabteilung, geht es unter anderem darum, die diversen Computer der Dezernate und Ämter auf den aktuellen Stand zu bringen. Bislang liefen auf den diversen PCs bis zu vier verschiedene Generationen des Microsoft-Betriebssystems.

Auch hätten die Dezernate und Ämter mitunter eigene Serviceverträge mit dem Redmonder Softwarekonzern, die ebenso wie die Software-Ausstattung vereinheitlicht würden. So soll die gesamte Verwaltung der Stadt Frankfurt bei fälligen Updates und Patches sofort auf den neuesten Stand gebracht werden. Die Unterzeichnung des Rahmenvertrags solle, meint Scheben, auch ein politisches Signal setzen: Frankfurt präsentiere sich trotz der Krise der Städte und Kommunen als "moderne Kommunikationsmetropole". Dies solle auch die Anwesenheit von Gallmann und Roth deutlich machen.

Genauere Angaben zu den finanziellen Modalitäten und der Laufzeit des Vertrages mochte der Pressesprecher noch nicht machen, doch werde die Stadt "viel Geld sparen". Auch mochte Scheben vor der Vertragsunterzeichnung und der Pressekonferenz am morgigen Mittwoch im Frankfurter Rathaus keine Informationen darüber geben, wie die Entscheidung für einen Rahmenvertrag mit Microsoft zustande gekommen ist. Eine Umstellung von Windows auf Linux, für die sich vermutlich ebenfalls am morgigen Mittwoch die Stadt München entscheiden wird, könne Risiken bergen, meinte Scheben lediglich.

Jürgen Gallmann, der auch Microsofts Vizepräsident Europa ist, konnte im April in Berlin neue Rahmenlizenzverträge mit Bundesinnenminister Otto Schily abschließen. Sie sollen der gesamten öffentlichen Verwaltung die Beschaffung von Microsoft-Produkten zu Sonderkonditionen ermöglichen. "Durch diese Vereinbarungen sparen Bund, Länder und Gemeinden viel Geld", hofft der SPD-Politiker. Anscheinend will die Stadt Frankfurt von diesem angekündigten Effekt profitieren. (anw)