Frankreich: Open-Source-Einsatz in der Verwaltung nimmt zu

Laut dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy gibt die französische Verwaltung bereits 15 Prozent ihres IT-Budgets für Dienstleistungen zu freier Software aus. Auch Herausforderer François Hollande will Anreize zur Nutzung von Open Source setzen.

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Von
  • Oliver Diedrich

Laut dem französischen (Noch-) Präsidenten Nicolas Sarkozy gibt die französische Verwaltung bereits rund 15 Prozent ihres IT-Budgets für Dienstleistungen zu freier Software aus; die Summe steige jährlich um 15 Prozent. Das berichtet Joinup, die Open-Source-Site der Europäischen Kommission. Gegenüber dem Conseil National du Logiciel Libre (CNLL, Nationalrat für freie Software), einem Verband französischer Open-Source-Dienstleister und -Anbieter, erklärte Sarkozy, freie Software habe "strategische Bedeutung für die Entwicklung des IT-Sektors in Frankreich".

Sarkozy-Herausforderer François Hollande betonte gegenüber dem CNLL, dass Open Source das Teilen und Weitergeben von Anwendungen erlaube und die Kokurrenz zwischen IT-Anbietern befördere. Beide Präsidentschaftskandidaten sind sich darin einig, Anreize zur Nutzung von Open Source setzen zu wollen, offene Standards zu fördern und Netzneutralität zu einem politischen Ziel zu machen.

Hollande sprach sich deutlich gegen Softwarepatente aus, Sarkozy hingegen dafür. Der Sozialist möchte mehr freie Software im Unterricht einsetzen; Schüler sollten nicht zu bloßen IT-Konsumenten werden, sondern auch imstande sein, Programmcode zu verstehen und zu schreiben. Auch Sarkozy möchte, dass freie Software eine wichtigere Rolle im Unterricht spielt, will das aber nicht zu einer Vorgabe machen. (odi)