Frankreich spart mit Open Source

Die französische Verwaltung spart durch den Einsatz von Open-Source-Software erhebliche IT-Kosten ein – auch auf dem Desktop.

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Von
  • Oliver Diedrich

Die französische Verwaltung spart durch den Einsatz von Open-Source-Software erhebliche IT-Kosten ein. Das erklärte das französische Innenministerium auf eine Anfrage der Parlamentsabgeordneten Isabelle Attard von den französischen Grünen. Auch wenn es generell schwierig sei, die Kostenvorteile von Open Source zu berechnen, würden sich in einigen Bereichen erhebliche Einparungen ergeben.

Dazu gehören laut dem Ministerium der Einsatz des freien E-Mail-Clients Thunderbird sowie der IT-Management-Lösung Open Computer and Software Inventory (OCS), die lediglich ein Fünftel beziehungsweise ein Zehntel der Kosten vergleichbarer proprietärer Lösungen verursachen. Das Innenministerium gehöre zu den Behörden, die besonders viel Open Source einsetzen – unter anderem bei der Gendarmerie.

Open Source war im Frühjahr 2012 Thema im französischen Wahlkampf, als sich sowohl der damalige Präsident Sarkozy als auch der spätere Wahlsieger François Hollande für den verstärkten Einsatz von Open Source aussprachen. Vor einem Jahr hatte der französische Premierminister Jean-Marc Ayrault im Rundschreiben 5608 die französischen Behörden aufgefordert, möglichst freie Software zu verwenden. Auch an Hochschulen und in der Forschung soll bevorzugt Open Source eingesetzt werden. (odi)