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Frankreich will Open Source auf staatlichen Rechnern

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Frankreich will rund eine Million Rechner des Staates auf Open Source umstellen. Renaud Dutreil, der Minister für öffentliche Verwaltung, hofft die staatlichen Ausgaben für Software um die Hälfte reduzieren zu können und den Staatshaushalt so dauerhaft zu entlasten. Der Umstieg auf Linux&Co sei nicht als Angriff auf Microsoft zu verstehen; er verdeutliche lediglich, dass die Redmonder ein Softwareanbieter unter vielen seien, erklärte Dutreil in einem Interview. Der französische OpenSource-Hersteller MandrakeSoft und Mozilla Europe, beide in Paris beheimatet, dürften von dem Wechsel profitieren. MandrakeSoft konnte nach eigenen Angaben bereits Verträge mit einigen Ministerien abschließen.

Die französische Polizei hatte in einer Testphase auf 20.000 PCs mit Open Source Software gearbeitet, auch andere Ministerien erprobten den Umgang mit der freien Software. Die endgültige Umstellung aller staatlichen PCs soll nun größtenteils in diesem und im kommenden Jahr erfolgen. Erst am Mittwoch verabschiedete der Münchener Stadtrat einen Stufenplan zur Umstellung von 14.000 Rechnern in der Münchener Stadtverwaltung auf Linux. Die norwegische Stadt Bergen will ihre Server in der öffentlichen Verwaltung bis Ende dieses Jahres auf SUSE umstellen und erwägt zudem eine vollständige Migration aller Staats-PCs auf Linux. Die Stadt Wien erstellt derzeit eine Machbarkeitsstudie zum Linux-Umstieg. (uk)