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Frankreichs Kulturminister fördert Videospiel-Entwicklung

Das französische Kulturministerium will mit einem Betrag von vier Millionen Euro die Umsetzung innovativer Videospiel-Ideen fördern. In einem Aufruf von Kulturminister Jean-Jacques Aillagon heißt es, das Geld solle heimischen Entwicklern in einer weltweit schwierigen Konjunkturlage in einem Bereich helfen, "auf dem unser Land über Stärken und über anerkannte Kompetenzen verfügt". Bewerber haben bis zum 1. September Zeit, ihre Konzepte vorzustellen.

Beobachter werten die Aktion als Versuch der Regierung, die französischen Spielehersteller im Konkurrenzkampf gegen die dominierenden US-Hersteller zu stärken. Der Pariser Industrie-Analyst Frederic Diot sagte im Gespräch mit der BBC, die französische Regierung habe endlich den Wert der heimischen Videospiel-Produzenten erkannt. Die Aktion sei notwendig, denn vor allem die kleineren Produzenten litten noch unter der Konjunkturkrise. Andere Beobachter verweisen auf das Beispiel Süd-Korea, wo die Regierung enorme Anstrengungen zum Aufbau einer starken Videospiel-Industrie unternommen hat. Ob das als taugliches Vorbild dient, ist angesichts möglicher Subventionsbeschwerden umstritten. Zudem ist der Betrag von vier Millionen Euro allenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein. (em)

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