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Frankreichs Parlament beschließt Handyverbot in Schulen

In Frankreich hat die Nationalversammlung ein Versprechen Emmanuel Macrons eingelöst: An Schulen gilt nun ein erweitertes Handyverbot.

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Frankreichs Parlament beschließt Handyverbot in Schulen

(Bild: LoboStudioHamburg)

Das französische Parlament hat ein erweitertes Handyverbot in Schulen beschlossen. Das Gesetz verbiete grundsätzlich das Nutzen von Mobiltelefonen in allen Vor- und Grundschulen sowie in der Sekundarstufe I, wie der Radionachrichtensender Franceinfo am Montag nach dem Votum in der Nationalversammlung berichtete. Der Schritt war eine Wahlkampfforderung des sozialliberalen Präsidenten Emmanuel Macron gewesen.

Das Gesetz sieht ein Komplettverbot internetfähiger Geräte wie Handys, Tablets und Smartwatches in allen Räumlichkeiten und bei schulischen Aktivitäten auch außerhalb des Schulgebäudes vor, ergänzt die Tagesschau. Ausnahmen gebe es aber für den Gebrauch für den Unterricht selbst sowie für Kinder mit einer Behinderung.

Schon jetzt dürfen französische Schüler ihre Handys während des Unterrichts nicht benutzen, und Schulen können in ihrer Hausordnung auch ein weitergehendes Verbot festlegen. Künftig wird es umgekehrt sein: Die Handynutzung ist grundsätzlich in der ganzen Schule tabu, die Hausordnung kann aber Ausnahmen gestatten.

In Deutschland ist die Bildung anders als in Frankreich Ländersache. Als einziges Bundesland hat Bayern in seinem Schulgesetz festgehalten, dass Mobiltelefone nicht eingeschaltet werden dürfen – es sei denn für Unterrichtszwecke. In anderen Bundesländern obliegt es den einzelnen Schulen, den Umgang mit Mobiltelefonen zu regeln. Während sich das laut einer Studie positiv auf die schulische Leistung auswirken könnte, hatten sich Elternverbände zuletzt für eine Lockerung ausgesprochen. (mit Material der dpa) / (mho)

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