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Französische Nachrichtenagentur einigt sich mit Google

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Der seit zwei Jahren andauernde Copyright-Streit zwischen Google und der französischen Nachrichtenagentur Agence France Presse (AFP) ist beigelegt. Die beiden Unternehmen haben am Freitag ein Kooperationsabkommen geschlossen, wonach Google in seinen bestehenden und in künftigen Diensten Nachrichten aus dem AFP-Ticker sowie Bilder weiterverbreiten darf. Wie viel der Suchmaschinenriese für die Lizenz zahlt, wurde nicht bekanntgegeben. Ein ähnliches Abkommen hat Google schon vor Monaten auch mit der amerikanischen Nachrichtenagentur Associated Press getroffen.

AFP hatte Google Anfang 2005 wegen fortgesetzter Copyright-Verletzungen verklagt und Schadenersatz in Höhe von 13,2 Millionen Euro gefordert. Google entfernte daraufhin alle AFP-Meldungen aus seinem News-Dienst. Der Rechtsstreit war eine Facette in dem fortwährenden Konflikt zwischen klassischen Nachrichtenmedien und Suchmaschinen. Die Nachrichtenmedien sehen sich in ihrer Existenz bedroht, wenn die Suchmaschinen ihre Inhalte in einer Form präsentieren, welche die Lektüre der eigentliche Quelle überflüssig macht. "Sie bauen ihr Geschäft auf Kleptomanie auf", warf Gavin O'Reilly, der Präsident des Weltverbands der Zeitungen (World Association of Newspapers), vergangenes Jahr den Internet-Suchmaschinen vor. Der Verband strebt nach einer technischen Lösung, um Online-Nachrichten vor dem Abgreifen durch Suchmaschinen zu schützen. (cp)