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Französische Verleger machen Front gegen Googles E-Bibliothek

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Die französischen Verleger wollen sich notfalls mit juristischen Mitteln gegen das Einscannen ihrer Bücher in die Internet-Bibliothek des US-Konzerns Google wehren. Google habe für Google Print schon hunderte französischer Bücher der Universität Michigan digitalisiert, sagte der Präsident des französischen Verlegerverbandes SNE, Serge Eyrolles, der Wirtschaftszeitung Les Echos. Das verletze die Autorenrechte.

Google wolle das Scannen nicht beenden und biete nur an, digitalisierte Bücher nachträglich aus dem Programm zu nehmen; der Suchmaschinenprimus hatte der französischen und der deutschen Regierung zudem eine Kooperation angeboten. "Wir werden nicht gleichgültig zusehen, wie Google die 500.000 französischen Werke aus der Bibliothek der Universität Michigan einscannt", betonte Eyrolles dagegen. Wenn der US-Konzern nicht einlenke, würden die Verlage und der SNE vor Gericht ziehen.

Viele Europäer sehen in Googles E-Bibliothek zudem eine Gefährdung der kulturellen Vielfalt, weil vor allem angelsächsische Werke weltweit elektronisch verfügbar gemacht werden. Eine europäische Internet-Bibliothek soll dem etwas entgegensetzen. Paris hat ihren Start für dieses Jahr und einen Beitrag von 300.000 bis 400.000 französischen Büchern angekündigt. Eyrolles zeigte sich aber skeptisch: Es gebe bisher keine Regelung für die Autorenrechte und keinen Geschäftsplan. Man wisse nicht, ob das Angebot kostenpflichtig sein werde. Zudem sei nicht geklärt, ob eine vollständig neue Suchmaschine entwickelt oder Quaero und Electre genutzt würden.

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(dpa) / (jk)