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FreedomBox Foundation für ein wirklich freies Internet

Die Stiftung FreedomBox Foundation[1], die der frühere Rechtsprofessor und Chefsyndikus der Free Software Foundation Eben Moglen gegründet hat, soll die Entwicklung sogenannter Freedom Boxes zum Aufbau dezentraler Netze vorantreiben. Darunter versteht man kleine zu Hause stehende Server ("Plug Server"), die etwa Speicherdienste, Microblogging-Möglichkeiten, soziale Netze wie Diaspora[2] oder eigene Mailserver beherbergen – mit dem Ziel einer dezentralen Organisation des Internet, vor allem unabhängig von Behörden oder Unternehmen.

Solche Boxen würden anfangs vielleicht knapp 100 US-Dollar kosten, später dann 70 Dollar, und sollte jeder eine haben, würde der Preis möglicherweise bei rund 30 Dollar liegen, so die Vision[3] Moglens. Schwierig ist offenbar die Umsetzung der Software in so einer Box, die Open Source und einfach in der Anwendung sein soll. Erste Versuche[4] gibt es zwar schon, sie sind aber offenbar noch nicht weit fortgeschritten. Deswegen möchte Moglen an der Stelle ansetzen durch durch die Stiftung die Entwicklung beschleunigen.

Die Idee scheint anzukommen, denn die Foundation hat beim Crowdfunding-Dienst Kickstarter[5] innerhalb kurzer Zeit über 20.000 US-Dollar erreicht. Das soll aber nur ein erster Schritt sein. Moglen spricht davon, sollte seine Foundation 500.000 US-Dollar zusammenbekommen, könnte man innerhalb eines Jahres eine Freedom Box 1.0 vorstellen. (ane[6])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-1193382

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.freedomboxfoundation.org/
[2] https://joindiaspora.com/
[3] http://www.nytimes.com/2011/02/16/nyregion/16about.htm
[4] http://wiki.debian.org/FreedomBox
[5] http://www.kickstarter.com/projects/721744279/push-the-freedombox-foundation-from-0-to-60-in-30
[6] mailto:ane@heise.de