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Freenet stabilisiert sich

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Der Mobilfunkanbieter Freenet hat im vergangenen Jahr Kunden und Umsatz verloren, aber den Gewinn gesteigert. Darin spiegelt sich der seit längerem laufende Umbau des Konzerns wider, der sich auf sein Mobilfunkgeschäft und auf höherwertige Kundenbeziehungen konzentrieren will. Der Umsatz reduzierte sich von 3,6 Milliarden auf 3,34 Milliarden Euro, das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) verdreifachte sich dagegen von 37 Millionen auf 103 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Gleichzeitig reduzierte Freenet die Nettoverschuldung um 167 Millionen auf 623 Millionen Euro. Der Vorstand kündigte eine Dividende von 80 Cent für das vergangene und auch bereits für das laufende Jahr an, nach 20 Cent für das Jahr 2009.

Freenet betreut 15,65 Millionen Kunden und verkauft ihnen Mobilfunkleistungen in den Netzen der Deutschen Telekom, von Vodafone und O2. Das macht mittlerweile 97 Prozent des Umsatzes aus; von anderen Geschäften hat sich Freenet nach Veränderungen in der Eigentümerstruktur getrennt. Im Mobilfunkgeschäft profitiert Freenet vom Trend zu Smartphones und dem zunehmenden mobilen Datenverkehr. Rund 70 Prozent der abgesetzten Mobiltelefone seien mittlerweile Smartphones; der Datenanteil am Umsatz von Rechnungskunden stieg von 8,3 auf 11,4 Prozent. Damit habe sich der monatliche Durchschnittsumsatz je Kunde bei 24 Euro stabilisiert. (anw)