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Cebit

Freie Alternative zur AusweisApp veröffentlicht

Ein gutes halbes Jahr nach seinem Start präsentiert das Projekt Open eCard seinen freien eID-Client unter dem Namen BürgerApp und legt die Quellen der Java-Software auf GitHub offen. Die Binaries stehen als JAR-Archiv (5,1 MByte) oder als Webstart-Datei (2,2 KByte) zur Verfügung. Voraussetzung ist eine Java-Laufzeitumgebung in Version 6 oder jünger.

Die Initialisierungsphase der "leichtgewichtigen und plattformunabhängigen" Open-Source-Alternative zur offiziellen AusweisApp sei damit abgeschlossen. Die BürgerApp lasse sich für den elektronischen Identitätsnachweis (eID) mit dem neuen Personalausweis, der elektronischen Gesundheitskarten "und ähnlichen chipkartenbasierten Ausweisen" einsetzen. Sie laufe auf den üblichen Desktop-Betriebssystemen sowie unter Android. Der Code steht unter der GNU General Public License (GPL) Version 3.

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An der AusweisApp hatte es immer wieder Kritik gegeben, da sie mit über 100 MByte sehr groß ist. Zudem dauerte es lange, bis Varianten für sämtliche Desktop-Systeme verfügbar waren, und die Linux- sowie Mac-Versionen hinken der Windows-Version hinterher.

Die BürgerApp läuft unabhängig vom Browser und benutzt ein im Februar 2012 standardisiertes Verfahren zur Kommunikation mit ihm. Dazu dient ein lokaler IP-Socket. Bisher war ein Browser-Plug-in nötig, das das SSL-Zertifikat des Anbieters zum eID-Client übertrug. Der überprüfte es anhand des eID-Berechtigungszertifikats. Bei dem neuen Verfahren holt der eID-Client selbst das SSL-Zertifikat ab.

Auf der CeBIT präsentiert sich das Projekt

  • beim Bundeswirtschaftsministerium (SKIdentity) in Halle 9, Stand G50,
  • bei secunet in Halle 12, Stand B61
  • und bei bremen online services (bos) in Halle 7, Stand B25.
  • Am 9. März hält Andreas Kühne im Forum Open Source (Halle 6, Stand F06) um 10 Uhr einen Vortrag zum Thema "Die Open eCard-App für mehr Transparenz, Vertrauen und Benutzerfreundlichkeit".
(ck)
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