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Freie ISDN-Treiber für aktive und passive Karten unterstützen CAPI 2.0 [Update]

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Mit den neuen modularen ISDN-Treibern (mISDN) aus dem Git-Repository von Karsten Keil sollen sich mit den meisten passiven ISDN-Karten Faxe verschicken lassen, ohne dass die proprietären Herstellertreiber nötig sind. Dazu sind neben einem Kernel-Treiber die mISDN-Libraries sowie die neue erweiterte libcapi20 nebst Utilities aus den isdn4k-utils erforderlich. [Update] Zudem lassen sich passive Karten auch als Anrufbeantworter nutzen, sofern das DSP-Modul zusätzlich geladen wird. [/Update]

Bisher unterstützten die freien ISDN-Treiber lediglich die Fax-Funktion sogenannter aktiver ISDN-Karten: Diese besitzen einen Prozessor, der sich selbst um die Unterstützung der verschiedenen ISDN-Protokolle kümmert. Passive ISDN-Karten sind hingegen lediglich Signalwandler, hier muss die CPU des Rechners die eigentliche Kommunikation abwickeln.

Verschiedene Hersteller boten hierfür eigene Linux-Treiber und Daemons an, darunter auch AVM für die Fritz-ISDN-Karten. Eine Veröffentlichung der Quellen lehnen die Hersteller bislang ab: 2008 nannte zum Beispiel AVM als Begründung, dass das Timing beim Faxen sehr aufwendig sei und man dafür viel Know-how in die Treiber investiert habe. Dieses wolle man der Konkurrenz nicht einfach auf dem Silbertablett servieren. Mit den neuen mISDN-Treiber sollen solche proprietären Lösungen überflüssig werden.

Neben den Quellen gibt es die Treiber und die zugehörigen Utilities für OpenSuse 11.3 bis 12.1 im OpenSuse Build Service zum Download , für Fedora 14 und 15 fehlen im OpenSuse Build Service noch die Kernel-Treiber. (mid)