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Freies Unix-Derivat OpenBSD 3.8 erschienen

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Das freie Unix-Derivat OpenBSD ist in der Version 3.8 erschienen. Vor kurzem feierte das auf größtmögliche Sicherheit optimierte Unix-Betriebssystem sein 10-jähriges Bestehen.

In der 18. Version seit Bestehen bietet OpenBSD beispielsweise eine Reihe von neuen Treibern für Netzwerkkarten, SCSI- und RAID-Controller, Laptops sowie den Sharp Zaurus-PDA. Neue Tools sind unter anderem ein RAID-Management-Interface, eine IP-Sec-Verwaltung und ein Wireless-Access-Point-Daemon. Das UDF-Dateiformat für DVDs wird nun unterstützt. Das atactl-Tool sperrt auf Wunsch die Sicherheitsfunktionen der Festplatte. Die c't hatte kürzlich beschrieben, dass das böswillige Setzen eines Festplatten-Passworts ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt, da es den Zugriff auf den kompletten Dateninhalt vereitelt.

Einige Funktionen wie malloc oder die libc wurden in OpenBSD 3.8 neu oder umgeschrieben, die NFS-Schreibgeschwindigkeit erhöht. Features wie beispielsweise Gegenmaßnahmen bei ICMP-Angriffen oder OpenSSH in der Version 4.2 halten OpenBSD auf dem neuesten Stand in Sachen Sicherheit.

An externen Software-Paketen umfasst OpenBSD unter anderem den X-Server X.Org 6.8.2, den GNU-Compiler gcc 2.95.3 und alternativ 3.3.5, die Skriptsprache Perl 5.8.6, den Webserver Apache 1.3.29 mit mod_ssl 2.8.16 und DSO-Unterstützung, OpenSSL 0.9.7g. Außerdem sind Groff, Bind, Lynx, Sudo, Ncurses, KAME ipv6, Heimdal, Arla, Binutils und Gdb mit von der Partie. Alle genannten Pakete sind mit Patches angereichert.

OpenBSD ist eine der Varianten der freien Unix-Derivate, die auf 4.4BSD-Lite2 aufsetzen. Siehe dazu auch: