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Freigabe der Entwicklungsumgebung Eclipse 3.0 angekündigt

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Die Eclipse Foundation hat die Fertigstellung der Version 3.0 seiner quelloffenen Plattform für Entwicklungswerkzeuge angekündigt. Zu bekommen ist momentan der dritte "Release-Candidate"; die endgültige Fassung soll nach der Ankündigung dann am 30. Juni verfügbar sein.

Als flexibler Software-Werkzeugkasten kann Eclipse Produkte verschiedener Hersteller als Plug-ins integrieren, etwa für Modellierung, Entwicklung und Softwaretests. Die neue Ausgabe soll auch selbst als Grundlage für Client-Anwendungen dienen. So können Java-Entwickler die Eclipse-Bibliotheken in eigene Projekte einbinden und etwa die Workbench-Oberfäche, das Plug-in-System und die Update-Funktionen wiederverwenden. Die Oberflächenbibliothek SWT ist eine interessante Alternative zum im JDK enthaltenen Swing-Framework, mit dem sich Java-Applikationen besser in die verschiedenen Desktops der Betriebssysteme einfügen.

Die meisten sichtbaren Änderungen der Entwicklungsumgebung sind Detailverbesserungen, die Oberfläche präsentiert sich in neuem Gewand. Menüs und Werkzeugleisten lassen sich freier konfigurieren. Der Editor der integrierten Java-Entwicklungsumgebung JDT kann jetzt Codeblöcke zusammenklappen und hebt im Quelltext etwa statische Klassenvariablen farblich hervor.

Im November 2001 hatte IBM den Quellcode einer Entwicklungsumgebung in die neu gegründete Open-Source-Community Eclipse.org eingebracht. IBM dominierte das Geschehen dann lange, bis Eclipse in eine eigenständige und unabhängige gemeinnützige Gesellschaft zur Weiterentwicklung der gleichnamigen Plattform umgewandelt wurde. (kav)