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Freispruch für Microsoft bei Wettbewerbsklage in Brasilien

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Brasiliens Kartellbehörde hat Microsoft von dem Vorwurf freigesprochen, mit seiner Finanzsoftware Money das Wettbewerbsrecht zu verletzen. In seiner Entscheidung (Stellungnahme als PDF) macht das Ministerium klar, dass die Geschäftspraktiken von Microsoft nicht den Markteintritt von anderen Firmen be- oder gar verhindern. Das ist die endgültige Antwort auf eine Klage, welche der brasilianische Software-Anbieter Paiva Piovesan bereits im Jahr 1998 eingebracht hatte. Die Firma fühlte sich benachteiligt, weil Microsoft die Finanzsoftware MS Money mit einer Unternehmensversion des Anwendungspakets Office angeboten hatte.

Weiterhin anhängig ist die Klage einer Partnerfirma von Microsoft. Diese hatte bereits vor fünf Jahren Klage eingereicht, weil sich der Konzern auf dem Markt für Software bei der öffentlichen Verwaltung und Regierung benachteiligt fühlt. In seiner Grundsatzerklärung hatte der im vergangenen Jahr neu gewählte Präsident Lula ein klares Bekenntnis für Open Source abgegeben, damit auch ärmere Bevölkerungsschichten auf Computertechnik zugreifen könnten. Diese Chance steige, wenn künftig auf teure Softwarelizenzen verzichtet würde, meinten Regierungsvertreter. (tol)