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Fridays for Future: Klimaschutz unter 14- bis 22-Jährigen wichtigstes Thema

Bildung und soziale Gerechtigkeit sind jungen Leuten zwar wichtig, wichtiger erscheint ihnen aber der Klima- und Umweltschutz, ergab eine Jugendstudien-Umfrage.

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Mancherorts hat die Schule wieder angefangen, da dürften auch die Diskussionen Unterricht vs. Engagement fürs Klima wieder losgehen.

(Bild: dpa / Frank Rumpenhorst)

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Für Jugendliche und junge Erwachsene ist das Thema Umwelt- und Klimaschutz am bedeutendsten. In einer Umfrage unter mehr als tausend 14- bis 22-Jährigen stuften 45 Prozent dieses als "sehr wichtig" ein. An zweiter Stelle folgten mit jeweils 39 Prozent der Zustand des Bildungswesens und Fragen sozialer Gerechtigkeit, ergab eine Umfrage im Auftrag des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes.

Als die mit Abstand wichtigsten Akteure im Umwelt- und Klimaschutz werden laut der Jugendstudie von 61 Prozent "jede und jeder einzelne" genannt, von 50 Prozent die Industrie und von 48 Prozent die Bundesregierung. In der Umfrage war anhand einer Liste nach den drei wichtigsten Akteuren gefragt worden, die etwas für Umwelt- und Klimaschutz leisten können, erläutert das Bundesumweltministerium.

Allerdings sind die befragten Jugendlichen nur wenig zufrieden mit den Leistungen der Akteure. 21 Prozent finden, dass "jede und jeder einzelne" "genug" oder "eher genug" für den Umwelt- und Klimaschutz tut. Die Industrie kommt auf 15 Prozent und 22 Prozent der Befragten finden, dass die Bundesregierung "genug" oder "eher genug" für den Umwelt- und den Klimaschutz leistet. Am höchsten ist die Zufriedenheit mit der Leistung der Umweltverbände, bei denen 70 Prozent der Meinung sind, dass diese "genug" oder "eher genug" für den Umweltschutz tun; allerdings meinen die Befragten auch, dass die Verbände vergleichsweise wenig Einflussmöglichkeiten haben.

Von der Bewegung "Fridays for Future" haben 80 Prozent der Befragten bereits schon einmal gehört. Etwa ein Viertel hat bereits einmal mitgemacht und 90 Prozent wollen sich weiter beteiligen. Fast 50 Prozent derer, die sich noch nicht beteiligt haben, können sich ein künftiges Engagement vorstellen. "Fridays for Future" sei vor allem wichtig wegen der Bedeutsamkeit des Themas für die Zukunft, darauf folgt der Wunsch, etwas zu bewegen. Den Wunsch, "schulfrei" haben, gaben 6 Prozent der Befragten an.




Die Gesamtergebnisse der Befragungen sollen im Oktober diskutiert und Anfang 2020 im Rahmen einer Jugendkonferenz veröffentlicht werden. Gegenstand der Studie ist die Erforschung wichtiger gesellschaftlicher und aktueller umweltpolitischer Themen aus Sicht junger Menschen. (anw)