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Fritzbox-Router: AVM veröffentlicht FritzOS 6.20

Nach einigen öffentlichen Beta-Versionen ist das neue FritzOS nun für den Regelbetrieb freigegeben. Unter den 99 Verbesserungen der Router-Firmware sind auch das lang erwartete Auto-Update und TLS 1.2 für HTTPS-Verbindungen.

AVM hat heute wie erwartet die Router-Firmware FritzOS 6.20 für den Regelbetrieb freigegeben. Die neue Version enthält laut Pressemitteilung [1] insgesamt 99 Verbesserungen, darunter etwa eine automatische Aktualisierung von Sicherheits- und Firmware-Updates, TLS 1.2 für HTTPS-Verbindungen oder einen HTML-basierten Mediaplayer für die Netzwerkspeicherfunktionen (NAS) der Fritzbox-Router. Einige Aufmerksamkeit haben im Vorfeld die Arbeiten an der neuen Version auf sich gezogen, weil die Fortschritte anhand öffentlicher Beta-Versionen sichtbar waren [2].

Mit der Version 6.20 will AVM laut eigenem Bekunden vor allem die Sicherheit der Fritzbox-Router erhöhen. Der neue Menüpunkt "Diagnose" informiert, ob eine Firmware-Aktualisierung erhältlich ist, welche Ports offen sind und welche Nutzer sich über das Webinterface angemeldet haben. Zusätzlich soll FritzOS 6.20 die Sicherheit von Passwörtern bewerten.

Für mehr Sicherheit bei HTTPS-Verbindungen sorgt der Verschlüsselungsstandard Transport Layer Security 1.2, der etwa beim Fernzugang zur Box eingesetzt wird, aber auch innerhalb des lokalen Netzes. SSL-Zertifikate lassen sich über die Bedienoberfläche importieren und exportieren. Außerdem sollen Nutzer den Fingerprint eines Zertifikats leicht identifizieren können. E-Mails für Push- oder DECT-Dienste soll eine Fritzbox mit FritzOS 6.20 verschlüsselt verschicken, sofern der Provider das unterstüzt.

Die Auto-Update-Funktion von FritzOS 6.20 installiert optional nicht nur Sicherheitsupdates, sondern auch neue Firmwareversionen vollkommen automatisch.

(Bild: AVM [3])

Zusätzlich zu Update-Benachrichtigungen bietet AVM eine automatische Update-Funktion an. Sie lädt in der Standardeinstellung zumindest Sicherheitsupdates automatisch herunter und installiert sie; die Option lässt sich abschalten. Man kann die Fritzbox aber auch so einrichten, dass sie auch unkritische Aktualisierungen automatisch lädt und einspielt.

Über die insgesamt übersichtlichere Bedienoberfläche soll man nun einen privaten Hotspot leichter einrichten können und Gastgeräte können Nutzer per WPS-Knopfdruck anbinden. Eine Liste führt alle mit einer Fritzbox verbundenen WLAN-Geräte auf. Die FritzNAS-Funktion hat einen HTML-fähigen Mediaplayer erhalten. Dieser lässt sich nun per Drag and Drop bestücken und jetzt können auch Mobilgeräte verschiedene Mediendateien vom NAS einer Fritzbox abspielen.

Erstmals sollen Nutzer den Temperatursensor in der schaltbaren Steckdose FritzDECT 200 und im FritzDECT Repeater 100 nutzen können, um die Raumtemperatur zu überwachen. Geräteabhängige Zugangsprofile bei der Kindersicherung sollen zudem den Nachwuchs vor ungeeigneten Inhalten schützen.

Das neue FritzOS 6.20 hat AVM zunächst für das Flaggschiff der Fritzbox-Serie, das Modell 7490, freigegeben. Weitere Geräte sollen Schritt für Schritt hinzukommen. Die Firmware ist wahlweise über das Webinterface der Box erhältlich oder alternativ als FritzOS-Image per FTP-Download [4]. (fkn [5])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-2290849

Links in diesem Artikel:
[1] http://avm.de/index.php?id=7743
[2] https://www.heise.de/meldung/AVM-Neue-Laborversion-gibt-Ausblick-auf-naechstes-FritzOS-2195567.html
[3] http://avm.de/presse/pressefotos/fritzos/produktfotos/
[4] ftp://ftp.avm.de/fritz.box/fritzbox.7490/firmware/deutsch/
[5] mailto:fkn@ct.de