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Früher war alles besser: Erstes Sonderheft des Retro Gamer

Es ist dick wie ein Telefonbuch und schwelgt in der Vergangenheit: Das Sonderheft von Retro Gamer entführt Spieler mit Rückblicken und Anekdoten zurück in die 90er.

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Früher war alles besser: Erstes Sonderheft des Retro Gamer

Während aktuelle Spiele-Magazine auf Papier immer mehr vom Kiosk verschwinden, halten ältere Zockerfans ihrem lieb gewonnenem Medium offenbar die Stange. Das Magazin Retro Gamer wirbt auf dem Titel ganz selbstbewusst mit dem Aufdruck "Alt" und ist nicht trotzdem, sondern wahrscheinlich gerade deswegen so erfolgreich. Seit 2012 erscheint das Magazin bei unserem Schwester-Verlag eMedia rund viermal im Jahr. Wer in den 90ern Magazine wie PC Player gelesen hat, dem wird die Redakteurs-Crew um Jörg Langer und Heinrich Lenhardt sicherlich bekannt sein. Dank ihrer langjährigen Erfahrung und Kontakte reißen Sie in ihren Besprechungen nicht einfach nur den Inhalt der Spieler herunter, sondern ordnen auch deren Bedeutung historisch ein und erzählen Anekdoten von den Entwicklern.

Das Sonderheft ist deutlich dicker als die regulären Ausgaben und wurde aufwendig layoutet.

(Bild: eMedia)

Das just erschienene erste Sonderheft startet zum Preis von 15 Euro einen Rundflug zurück in die 90er und beleuchtet auf 260 Seiten noch einmal 70 wichtige Meilensteine aus ganz unterschiedlichen Genres für Computer und Konsole. Mit dabei sind Adventures wie Zelda oder Kyrandia, der Rollenspielklassiker Planescape Torment oder die Höhlenhatz Decent. Castlevania kommt genauso zu Ehren wie Populous, die Mario-Kart-Serie oder die Comanche-Hubschrauber-Simulation. Ego-Shooter bleiben komplett außen vor, nicht etwa aus Jugendschutzgründen, sondern weil sich die Redaktion just im regulären Heft darüber ausgelassen hat.

Sind das wirklich die 70 besten Retro-Spiele? Darüber lässt sich nach Lektüre des Sonderheftes gepflegt diskutieren.

(Bild: eMedia)

Natürlich kann man darüber herzlich streiten, ob die Auswahl denn nun tatsächlich "Die besten Retro-Spiele" umfasst, wie es der Titel verspricht. So werden Street Fighter 2 und Virtua Fighter nur am Rande erwähnt und stilprägende Genre-Klassiker wie Gran Turismo, Wipeout, Monkey Island, Discworld, Warcraft, Falcon 4 oder Wing Commander 3 fehlen gar völlig. Aber man muss halt eine Auswahl treffen und kann sich dann beim entspannten Schmökern überlegen, an welche Titel man sich gerne in der nächsten Ausgabe erinnern würde.

Wer übrigens beim Lesen Lust bekommt, seine eigenen Programmierkenntnisse an einem kleinen Breakout-Klon aufzufrischen, findet dazu die nötigen Informationen samt einem von meinem Kollegen Oliver Lau programmierten Open-Source-Spiel "Impac't" in der aktuellen c't 10/15. Das Spiel ist grafisch zwar eher einfach gehalten, bringt jedoch eine recht aufwendige Ballphysik mit und erlaubt es, weitere Level und Spielvariationen selbst zu programmieren.

Impac't – Mit diesem Breakout-Klon führt c't in die Spiele-Programmierung ein.

(hag)

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