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Fuchsia: Google veröffentlicht Code für ein neues Betriebssystem

Google arbeitet an einem Betriebssystem, das nicht auf Linux beruht. Fuchsia heißt das quelloffene System; es baut auf einem eigenen Kernel namens Magenta auf. Wo es eingesetzt werden könnte, lässt sich noch nicht absehen.

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Mit Code auf GitHub bietet Google Anlass zu Gerüchten zu einem neuen Betriebssystem namens Fuchsia. Als Unterbau dient nicht wie bei Android oder ChromeOS Linux, sondern ein eigener Kernel mit der Bezeichnung "Magenta", der den Little Kernel erweitert. Das Projekt steckt noch in einem sehr frühen Stadium. Anhand der wenigen Informationen aus der bislang sehr spärlichen Dokumentation lässt sich kaum absehen, wofür das System später eingesetzt werden soll. Im Grunde hat Google über Fuchsia nicht viel mehr verraten, als dass es eben ein neues Betriebssystem ist.

Lauffähig scheint bisher nur Magenta zu sein. Die Liste der Systemaufrufe lässt den Schluss zu, dass Google den Little Kernel mit parallel laufenden Prozessen aufbohren möchte. Damit wird das Embedded-System etwas leistungsfähiger, um auch potentere Hardware wie Smartphones oder Notebooks betreiben zu können. Die Entwickler scheinen das System unter anderem auf Intel-NUCs zu testen. Gerüchte besagen, dass man Magenta auch bald auf dem Raspberry Pi 3 ausführen kann.

Google hat zwar Quellcode veröffentlicht, jedoch nicht erklärt, wozu dieser dienen soll. Magenta steht unter MIT- und Apache2-Lizenz und ist damit zwar quelloffen, aber kein Copyleft wie die GPL. Damit entfiele die Verpflichtung, jede Änderung am Quellcode auch zu veröffentlichen. Bei Android-Kernelversionen hingegen besteht diese Notwendigkeit. Für Fuchsia-Komponenten gibt Google eine BSD 3-Clause Lizenz an.

[Update 15:08: Laut FSF-Definition zählen MIT-Lizenz und Apache2-Lizenz als freie Software. Daher wurde die Angabe auf Copyleft präzisiert.]

[Update 15:35: Die Fuchsia-Komponenten stehen unter der BSD 3-Clause License, und zählen damit auch als freie Software.] (pmk)