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Fünf-Tonnen-Rechner für Ex-Microsoft-Chef Myhrvold

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Ab dem 10. Mai will das Computer History Museum der Öffentlichkeit seine jüngste Errungenschaft vorstellen: einen Nachbau der historischen Difference Engine No. 2 nach dem Entwurf von Charles Babbage. Der Erfinder hatte die Rechenmaschine in der Mitte des 19. Jahrhunderts konzipiert, um Polynome des siebten Grades zu berechnen. Die technologischen Fähigkeiten der Zeit reichten aber nicht aus, die Konstruktionspläne zu Babbages Lebzeiten in die Tat umzusetzen.

Der Ruhm der ersten vollständigen Realisierung des Apparats blieb den Tüftlern im kalifornischen Mountain View vorbehalten, die das fünf Tonnen schwere, wohnzimmergroße und aus 8000 Bronze- und Gusseisenteilen zusammengesetzte Rechenmonstrum jetzt zum Laufen brachten. Eine Rekonstruktion aus dem Jahr 1991 im Londoner Science Museum ist nach Meinung der Kalifornier unvollständig. Finanziert wurde die Arbeit von Nathan Myhrvold, der das Ergebnis am Ende seiner Privatsammlung einverleiben will. Vorher aber wird der Koloss für ein Jahr im Computermuseum ausgestellt und kann (nach einem Reklamevorspann) auch über ein vierminütiges Flash-Video besichtigt werden. Immerhin erzielt das Räderwerk mit Handkurbel-Antrieb eine Präzision von 31 Stellen. (hps)

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