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Fünfte Version der Cloud-Frameworks OpenStack freigegeben

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Das Projekt OpenStack hat zu Ostern die fünfte Version seiner Software-Sammlung zum Aufsetzen und Betreiben von privaten oder öffentlichen Clouds freigegeben. Mit der "Essex" genannten Version soll die von vielen verschiedenen Unternehmen vorangetriebene "Cloud Computing Platform" gereift sein sowie sich einfacher bedienen und erweitern lassen.

Das Dashboard zur Browser-gestützten Administration ist mit Essex erstmals ein vollwertiger Bestandteil von OpenStack; das Werkzeug soll Administratoren die Verwaltung von Projekten, Nutzern und Ressourcen in der Cloud erleichtern. Auch der zentraler Identitäts-Management-Dienst Keystone ist jetzt fester Bestandteil; die vorher separat erhältliche Komponente soll jetzt mit allen Bausteinen von OpenStack zusammenarbeiten.

Die Compute-Komponente Nova soll stabiler und schneller arbeiten. Bei den wichtigsten der von Nova unterstützten Virtualisierern (Tier One Hypervisors) soll Nova einen weitgehend gleichen Funktionsumfang bieten, damit sich Administratoren nicht mit Unterschieden zwischen verschiedenen Virtualisierungslösungen auseinandersetzen müssen. Bei der Object-Storage-Komponente Swift gab es einige Verbesserungen, um den Missbrauch von Daten zu unterbinden; ferner wollen die Entwickler die Datenrekonstruktion nach Ausfällen und den Schutz vor Datenverfälschung verbessert haben.

Die Release Notes geben einen detaillierten Überblick über die Neuerungen des unter der Apache Lizenz 2.0 stehenden Frameworks; sie verweisen auch auf Bezugsquellen für verschiedene Distributionen. Kurz nach der Freigabe von Essex hat ein Red-Hat-Entwickler eine Analyse der Beiträge zu Essex veröffentlicht. 55 Prozent der Änderungen stammen demnach von Rackspace; Nebula und Red Hat folgen mit 10 respektive 7,9 Prozent vor HP, Canonical, Citrix und Nicira, die zwischen 2,9 und 2,2 Prozent der Änderungen beisteuern. Die Verhältnisse und Firmennamen verschieben sich ein wenig, wenn man nicht die Zahl der Änderungen, sondern deren Umfang zugrunde legt; ähnlich wie bei den jüngst veröffentlichten Analysen des Kernels, sollte man daher nicht zu viel in solche Werte hinein interpretieren. (thl)

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