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Für 9 Cent vom Handy nach China telefonieren

Mit seinem Blauworld getauften Tarifangebot verspricht der E-Plus-Partner Blau.de ab Ende April – zumindest teilweise – noch nie gesehene Minutenpreise für Telefonate vom Handy in Deutschland zu ausländischen Rufnummern. In dem Prepaid-Tarif kosten Anrufe nach Russland – egal ob es sich um das Fest- oder ein Mobilnetz handelt – neun Cent pro Minute rund um die Uhr. Abgerechnet wird im Minutentakt (60/60). Der gleiche Preis gilt für China. Anrufe ins japanische Festnetz kosten gleichfalls neun Cent, zu den Mobilnetzen sind allerdings 21 Cent pro Minute fällig. Zusätzlich werden pro erfolgreiche Verbindung 15 Cent berechnet. Die Anrufsignalisierung ist nach Auskunft von Blau-Geschäftsführer Martin Ostermayer gegenüber heise online hingegen kostenlos.

SMS in alle Länder kosten 19 Cent pro Stück. Telefonate innerhalb Deutschlands werden mit einheitlich 29 Cent pro Minute (60/60) abgerechnet, auch die Verbindungen zur Mobilbox sind kostenpflichtig. Die Freischaltgebühr beträgt 19,95 Euro (inklusive zehn Euro Guthaben), bestehendes Guthaben verfällt, wenn nicht innerhalb von sechs Monaten eine weitere Aufladung erfolgt. Aus der derzeit online gestellten Preisübersicht (PDF-Datei) geht außerdem hervor, dass ausgerechnet Anrufe in Nachbarländer wie Frankreich, Österreich und die Schweiz mit Minutenpreisen von 99 Cent sehr teuer sind. Hier fahren Nutzer von Angeboten wie dem Vodafone-"Reiseversprechen" erheblich günstiger – und zwar auch beim Roaming in den Gastgeberländern, sofern man sich in Vodafone-Partnernetze einbucht.

Bei Blauworld werden Roaming-Telefonate und GPRS-Datentransfers "höchstwahrscheinlich" (Ostermayer) zu denselben Konditionen abgerechnet wie beim Mobilfunk-Discount-Angebot Blau.de. Dort kosten Inlandsverbindungen 16 Cent pro Minute, hingegen ist die Roamingübersicht mit Minutenpreisen zwischen einem und drei Euro – ähnlich wie bei anderen Discountern – ein wahrer Horrorkatalog (PDF-Datei). Blau-Geschäftsführer Ostermayer peilt mit Blauworld denn auch weniger deutsche Urlauber an, sondern jene "ethnischen Märkte", die derzeit von Telefonstuben und Internet-Shops bedient werden. (ssu)

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