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Für Ice Lake: Intel bringt Retro Scaling für Pixelspiele

Nach Nvidia bietet nun auch Intel eine Integer-Skalierung im Grafiktreiber an – wegen einer Hardware-Limitierung aber nur für Gen11-GPUs (Ice Lake).

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Ein Ice-Lake-U-Prozessor mit einem PCH auf dem Substrat.

(Bild: Intel)

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Intel hat den Grafiktreiber 25.20.100.7155 für seine Ice-Lake-Prozessoren mit integrierter Gen11-Grafikeinheit veröffentlicht. Die neue Version führt eine Integer-Skalierung ein, von Intel Retro Scaling genannt.

Intel sieht die Skalierungsoption für ältere Pixelspiele vor, die noch keine hohen Auflösungen ab Full HD (1920 × 1080 Pixel) unterstützen. Retro Scaling stellt den finalen Farbwert eines Pixels auf mehreren Bildpunkten eines Displays dar, zum Beispiel im 2×2- oder 3×3-Raster, ohne die Inhalte zwischen den Pixeln zu interpolieren.

Spiele mit 2D-Grafikstil bleiben durch die Integer-Skalierung scharf. Die Blockbildung mit harten Kanten ist bei dem Genre gewollt und stört deshalb nicht. Für moderne 3D-Spiele eignet sich die Option hingegen nicht. Das Retro Scaling lässt sich im Graphics Command Center einschalten. Intel bietet die Funktion vorerst als Beta an.

Laut Intel unterstützen bisher ausschließlich Ice-Lake-Prozessoren die Integer-Skalierung, deren Gen11-GPU eine aktualisierte Display-Engine enthält. Der Gen9.5-GPU von Coffee Lake (Core i-9000/8000) fehlt die Hardware dafür. Eine Software-Lösung, die über die Shader-Rechenkerne läuft, würde zu viel Performance kosten, so Intel.

Ice Lake gibt es bisher ausschließlich als U- und Y-Prozessoren für Notebooks. Desktop-PC-Spieler müssen voraussichtlich bis mindestens 2020 warten, bevor neue CPUs mit moderner GPU erscheinen. Als Nachfolger von Coffee Lake-S wird zunächst Comet Lake-S erwartet, der als Refresh zehn Rechenkerne mit einer Gen9.5-Grafikeinheit in 14 nm kombinieren soll. Erst Rocket Lake-S soll eine aktualisierte GPU enthalten.

Schon im Juni kündigte Lisa Pearce, Graphics Software Engineering Director bei Intel, eine Integer-Skalierung für die Ice-Lake-Prozessoren an. Der Grafiktreiber 25.20.100.7155 stellt somit keine Reaktion auf den GeForce-Treiber 436.02 WHQL dar, mit dem Nvidia die Integer-Skalierung für seine Turing-Grafikkarten der Serien GeForce RTX 2000 und GTX 1600 freigegeben hat. AMD bietet eine solche Option bisher nicht an. (mma)