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Für Wearables: Sparsamer Ortungs-Chip von U-blox

Der neue Chip M8230-CT von U-blox soll Ortungsfunktionen stromsparend in Wearables integrieren. Das könnte sie weniger abhängig vom Smartphone machen, weil sie dann auch als Navi am Handgelenk taugen könnte. Doch der Chip soll noch mehr können.

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Viele Smartwatches haben keinen eigenen GPS-Chip an Bord und nutzen für Ortungsaufgaben den GPS-Chip des gekoppelten Smartphones

Ein stromdurstiger GPS-Chip war bislang eher selten an Bord von Smartwatches und anderen Wearables. Der Schweizer Hersteller von Ortungsbausteinen U-blox stellte nun einen Chip vor, der für den Einsatz in Wearables seinen Stromdurst stark drosseln kann.

Der so genannte Super-E-Modus des M8230-CT senkt laut Hersteller den Strombedarf auf 10 bis 16 Milliampère. Eine halbstündige Ortung entlädt den Wearable-Akku somit gerade mal um 20 Milliwattstunden. Die mittlere Positionsgenauigkeit gibt der Hersteller mit 2 Metern an, was allerdings nur für eine längere und ungestörte Messung gelten dürfte. Der Stromsparmodus verringert die Genauigkeit bei der Ortung und Geschwindigkeitsmessung auf rund 80 Prozent - verglichen mit der üblichen Messung im Sekundentakt.

Der 2,99 x 3,21 x 0,36 Millimeter große Chip unterstützt mit 72 Kanälen sowohl GPS-Satelliten und wahlweise das russische Glonass-System oder die chinesische Beidou-Variante, damit wird die Zeit für die Lokalisierung verkürzt und beträgt laut Datenblatt im Kaltstart 26 Sekunden, mit vorgeladenen Hilfsdaten (etwa A-GPS) soll die Position schon nach zwei Sekunden ermittelt sein. Für Überwachungsaufgaben sieht der Chip vier Geofencing-Bereiche vor. Verlässt man diese, könnte das Wearable Alarm geben.

Der M8230-CT soll ab März in geringen Stückzahlen verfügbar sein und ab Sommer in die Massenproduktion gehen. (mil)

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