Menü
WTF

Fürs Praktikum eine Runde Fortnite im Vorstellungsgespräch

Eine Medienagentur lässt Praktikumsbewerber während des Gesprächs Fortnite spielen. Begründung: Der Umgang mit Problemen sage viel über die Persönlichkeit aus.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 32 Beiträge
Erst Fortnite, dann Praktikum

(Bild: Epic Games)

Bei der Suche nach kreativen Praktikanten hat sich die Pariser Werbe- und Medienagentur Dare.Win etwas nicht Alltägliches einfallen lassen. Um die Stelle zu bekommen, können die Kandidaten während des laufenden Bewerbungsgesprächs ein Freundschaftsspiel (Friendly) in dem Koop-Survival-Spiel Fortnite absolvieren. Das Spielergebnis an sich beeinflusse die Entscheidung nicht, wohl aber sei das Verhalten im Spiel für eine Zusage mit ausschlaggebend. Man erfahre auf diese Weise viel über die Persönlichkeit des Bewerbers, so Thomas Brouchon von Dare.Win gegenüber dem Marketing- und Mediaportal AdAge.

WTF

Das Internet ist voll von heißen IT-News und abgestandenem Pr0n. Dazwischen finden sich auch immer wieder Perlen, die zu schade sind für /dev/null.

So ungewöhnlich die Gesprächsumgebung auch sein mag: Die Fragen, die den Bewerbern auf das sechsmonatige In-House-Praktikum bei Dare.Win gestellt werden, behandelten primär jobbezogene Themen. Das betonte Brouchons Kollege Boris Lavergne. "Wir stellen [den Bewerbern] aber auch Fragen zum Thema Unterhaltung, über ihre Hobbies und ihr Leben." Das laufe ganz ohne besonderen Druck, schließlich wolle man ja neue Leute kennenlernen und Spaß dabei haben.

Seine Entscheidung für Fortnite erklärt das auch in Berlin sitzende Unternehmen mit Kunden wie Spotify damit, dass das Spiel sehr verbreitet und im Modus Battle Royale kostenlos spielbar sei. So werde der Bewerberkreis nicht zu stark begrenzt. Eine Rolle spielt aber wohl auch, dass die Playstation – eine der Spieleplattformen für Fortnite – ebenfalls Kunde der Agentur ist. Der Kontakt wird daher wenig überraschend über die ID von Dare.Win im PlayStation Network hergestellt. Wer noch nie Fortnite gespielt hat, ist trotzdem nicht verloren: Wohlweislich lässt die Firma für Bewerber ohne diese Kompetenz eine Hintertür mit einer gesonderten Mailadresse offen. (mon)