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Fujitsu-Gruppe profitiert von Beteiligungen

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Die japanische Fujitsu-Gruppe hat den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/07 (Ende: 31. März) um 6,4 Prozent auf 5,1 Billionen Yen (31,7 Milliarden Euro) steigern können. Der Konzerngewinn kletterte gegenüber dem Vorjahr um 49,4 Prozent auf 102,4 Milliarden Yen (635,8 Millionen Euro). Das Unternehmen profitierte dabei insbesondere von den guten Geschäften seiner Firmenbeteiligungen, etwa dem Joint-Venture Fujitsu Siemens Computers (FSC), das für 2006/07 zuletzt einen operativen Gewinn von 150 Millionen Euro ausgewiesen hatte. In die Bilanz flossen zudem außergewöhnliche Erlöse in Höhe von 77,3 Milliarden Yen (480 Millionen Euro) ein, die mit dem Verkauf von Anteilen am Automations- und Industrieroboter-Spezialisten Fanuc Ltd., dem Internet Service Provider NIFTY sowie dem Flash-Speicher-Produzenten Spansion erzielt wurden.

Weniger gut sieht indes die Bilanz für das Kernunternehmen aus. Nachdem Fujitsu bereits im März eine Gewinnwarnung herausgegeben hatte, stehen in der Bilanz für 2006/07 nun Umsätze in Höhe von 2,87 Billionen Yen (17,8 Milliarden Euro) sowie ein Nettoverlust von 249,2 Milliarden Yen (1,54 Milliarden Euro). Fujitsu erklärt dies vor allem mit Abwertungen von Unternehmensteilen. So habe man allein für die in London ansässige Fujitsu Services Wertberichtigungen in Höhe von 280 Milliarden Yen (1,74 Milliarden Euro) vornehmen müssen. Insgesamt belaufen sich die Berichtigungen auf 344,5 Milliarden Yen (2,13 Milliarden Euro). Auch habe das Geschäft mit Mobilfunk-Basisstationen sowie mit Halbleiter-Elementen nachgegeben. Im Vorjahr hatte Fujitsu für das Kernunternehmen noch einen Gewinn von 17,4 Milliarden Yen (107,6 Millionen Euro) ausgewiesen. (pmz)