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Fujitsu Siemens Computers erwischt schweren Neustart

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Nach dem Ausstieg der deutschen Seite beim Computerbauer Fujitsu Siemens richtet sich das Unternehmen auf einen schwierigen Neustart ein. "Der Gewinn sinkt", sagte Unternehmenschef Kai Flore. Auch der Umsatz gehe zurück, mit einem Anstieg rechne er erst wieder im kommenden Jahr. Das Unternehmen kämpft derzeit vor allem mit der Konkurrenz aus Asien und der Wirtschaftsflaute. Weitere Einschnitte bei der Belegschaft schloss Flore aber vorerst aus. "Es gibt keine Zeichen am Horizont, dass wir mehr tun müssen."

Der Computerhersteller hatte Ende November angekündigt, in Deutschland 700 von 6000 Stellen streichen zu wollen, weltweit sind 1000 von einst 10.500 Arbeitsplätzen betroffen. An der Fertigung in Augsburg will der Unternehmenschef festhalten. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass in Augsburg nichts mehr produziert wird", sagte Flore. "Als die Transportkosten stiegen, war es für uns vorteilhaft, eine Endfertigung vor Ort zu haben." Derzeit wird auch das Server-Werk im thüringischen Sömmerda zum Ersatzteilzentrum für Europa umgebaut.

Der japanische Elektronikkonzern Fujitsu hatte Anfang November den Siemens-Anteil am Gemeinschaftsunternehmen für 450 Millionen Euro übernommen. Ab 1. April wird Fujitsu Siemens Computers als Regionalgesellschaft des japanischen Konzerns geführt und in Fujitsu Technology Solutions umbenannt. Die Produkte werden unter dem Markennamen Fujitsu laufen. Binnen eines halben Jahres soll die Neuaufstellung vonstattengehen. Zuletzt hatte Fujitsu Siemens Computers 6,6 Milliarden Euro erlöst und vor Steuern 105 Millionen Euro verdient.

"Es ist unser klares Ziel, eine Alternative zu den US-Unternehmen zu werden", sagte Flore. "Wir wollen aber nicht IBM kopieren." Dafür sei der amerikanische Rivale zu breit aufgestellt. Fujitsu Technology Solutions konzentriert sich auf das Infrastruktur-Geschäft. Bei Servern will Fujitsu seinen Marktanteil mittelfristig mehr als verdoppeln. Neben IBM konkurriert das Unternehmen hier mit Dell oder Hewlett-Packard. Auch von seinen Speichersystemen will Fujitsu mehr absetzen. Dagegen wird das renditeschwache Endkunden-Geschäft mit Notebooks, Desktop-Computern und Monitoren wie geplant zurückgefahren.

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(dpa) / (jk)