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Fujitsu Siemens bleibt dem Consumer-Markt treu

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Das Endkundengeschäft ist für FSC-Manager Jörg Brünig von strategischer Bedeutung.

(Bild: Fujitsu Siemens Computers)

Fujitsu Siemens Computers (FSC) stehen maßgebliche Umwälzungen bevor. Zum 1. April 2009 wird der bisher auf Europa, den Nahen Osten und Afrika (EMEA) fokussierte IT-Anbieter nicht nur eine globale Rolle innerhalb des Fujitsu-Konzerns übernehmen, sondern soll sich unter neuem – bisher noch geheimem – Namen auch primär um das B2B-Geschäft mit Storage und Intel-Servern kümmern. In der Branche kursierenden Gerüchten zufolge sei zudem der Ausstieg aus dem Consumer-Geschäft geplant.

Diesbezüglichen Erwägungen erteilte Jörg Brünig, Leiter Channel Business bei FSC, im Gespräch mit heise resale jedoch eine klare Absage: "Wir werden uns definitiv nicht aus dem Consumer-Geschäft zurückziehen. Der Bereich ist für uns von strategischer Bedeutung", unterstrich Brünig, der seit kurzem auch für das Retail-Geschäft verantwortlich zeichnet. Auf den zerstörerischen Preiskampf im Wettbewerb um die privaten Konsumenten will sich der FSC-Manager indes nicht einlassen.

In den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres hatte FSC jedoch gegen den allgemeinen Trend im PC-Geschäft insgesamt dramatische Einbußen hinnehmen müssen. Laut Gartner brachen die Verkaufszahlen des Herstellers im Q4/2008 hierzulande fast 17 Prozent ein, während die größten Konkurrenten allesamt deutlich zweistellig zulegen konnten – und die Verkaufszahlen speziell im Consumer-Umfeld sogar 35 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode stiegen. Vor diesem Hintergrund bekräftigte FSC-Manager Brünig – mit Blick auf das Endkunden-orientierte Retail-Geschäft – die Bedeutung von "Skaleneffekten" für den Hersteller. Denn nur insgesamt hohe Stückzahlen verschaffen FSC langfristig günstige Einkaufsbedingungen bei Zulieferern und tragen somit zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit bei. (map)