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Fujitsu führt keine Heimcomputer-Baureihen mehr

Cebit

Esprimo Q1500: Consumer-Version der Business-Baureihe Esprimo, optional mit Blu-ray-Disc-Laufwerk

Entgegen den Erwartungen, die frühere [1] Beteuerungen [2] von Fujitsu Technology Solutions (FTS [3]) auslösten, dem sogenannten Consumer-Geschäft treu bleiben zu wollen, will das Unternehmen keine speziellen Heimcomputer-Baureihen mehr anbieten. Bisher hatte der ehemalige deutsche Marktführer, der mittlerweile auf den dritten Rang [4] hinter Acer und HP zurückgefallen ist, spezielle PC- und Notebook-Baureihen für Privatleute im Programm: Die früher vorwiegend im thüringischen Sömmerda [5] gefertigten Serien Amilo und Scaleo wurden in großen Stückzahlen auch über Elektronikdiscounter verkauft, mit Sonderaktionen wie dem Deutschland-PC [6] machte die damalige Fujitsu Siemens Computers (FSC) auf sich aufmerksam und versuchte etwa, die Aldi-PC-Verkaufsaktionen zu kontern. Erst 2008 hatten mobile und stationäre Amilo-Geräte ein einheitliches Design [7] verpasst bekommen.

Nun will sich FTS zwar nicht aus dem PC-Geschäft mit Privatkunden zurückziehen, zumal die Branche hier [8] – besonders bei Notebooks – höhere Wachstumsraten als im Business-PC-Bereich verzeichnet. Doch künftig wird es für den Consumer-Markt nur noch spezielle Varianten von Esprimo-Geräten geben, beispielsweise den auf der IFA gezeigten Esprimo Q1500 [9].

Bereits im November hatte FTS auf der Hausmesse VISIT klargestellt [10], dass "das PC-Geschäft – vor allem das mit den Consumern – eben nicht mehr zum Haupterwerb des Konzerns gehört". Mit der Aufhebung der scharfen Trennung zwischen Consumer- und Corporate-Geschäft strukturiert FTS auch den Support für diese Geräte um. Seit vielen Jahren arbeiten die Dienstleister Arttec [11] (Augsburg) und C-Tk [12] (Sömmerda) für FSC beziehungsweise FTS, nun verlagern sich nach Angaben von FTS einige Aufgaben.

Die PC-Baureihe Esprimo (früher Scenic) sowie die Celsius-Workstations für gewerbliche (Business-)Kunden werden vorwiegend in Augsburg montiert; hier läuft auch noch eine Fertigung von Mainboards für diese Geräte. Die Mobilgeräte der Marke Lifebook kommen aus Japan; unter der Marke Amilo Pro nahm FSC aber 2004 auch billigere Business-Notebooks ins Programm auf. Das Werk Sömmerda kam 1999 mit der Entstehung des Joint-Ventures FSC in den Konzern; es wurde aus einer ehemaligen Robotron-Fertigung als Aquarius Systems International (ASI) vom ehemaligen Commodore-Deutschland-Chef Winfried Hoffmann gegründet [13]. (ciw [14])


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http://www.heise.de/-929815

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/meldung/Fujitsu-Siemens-bleibt-dem-Consumer-Markt-treu-205231.html
[2] https://www.heise.de/meldung/Fujitsu-Siemens-will-weiterhin-Computer-fuer-Privatkunden-bauen-216772.html
[3] http://de.ts.fujitsu.com/
[4] https://www.heise.de/meldung/Deutscher-PC-Markt-steht-im-europaeischen-Vergleich-wieder-besser-da-856920.html
[5] http://de.fujitsu.com/home/news/info/soemmerda_200511.html
[6] https://www.heise.de/meldung/Deutschland-PC-VIII-mit-BahnCard-Gutschein-166983.html
[7] https://www.heise.de/meldung/Einheitliches-Design-und-externe-Notebook-Grafik-von-Fujitsu-Siemens-753423.html
[8] https://www.heise.de/meldung/Triebfeder-privater-Konsum-PC-Geschaeft-entwickelt-sich-besser-als-befuerchtet-789876.html
[9] http://de.fujitsu.com/products/deskbound/personal_computers/esprimo_q_1500.html
[10] http://www.heise.de/resale/artikel/Kurswechsel-zum-Loesungsgeschaeft-Partner-wuenschen-sich-mehr-Tempo-868456.html
[11] http://www.arttec.de/
[12] http://www.c-tk.de/
[13] https://www.heise.de/meldung/In-Soemmerda-rollt-der-fuenfmillionste-PC-vom-Band-37209.html
[14] mailto:ciw@ct.de