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Fujitsu treibt Entwicklung "gemusterter" Magnetscheiben voran [Update]

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Patterned Media ("gemusterte" Medien) gilt als vielversprechende Technik, um Festplatten mit einer Datendichte von bis zu einem 1 TBit pro Quadratzoll zu fertigen. Fujitsu ist es in Zusammenarbeit mit der Kanagawa Academy of Science and Technology (KAST) nun erstmals gelungen, grundlegene Lese- und Schreiboperationen auf solchen Medien mit heute üblichen Schreib-/ Leseköpfen durchzuführen.

Der Festplattenhersteller hat es geschafft, auf der Oberfläche einer 2,5-Zoll-Aluminiumscheibe ein ideal angeordnetes Lochmuster zu erzeugen, das zur Speicherung von Daten genutzt werden kann. Es wurde per Nano-Imprint-Lithographie auf die Medien aufgeprägt. Der Abstand der Nano-Löcher beträgt nur 100 Nanometer. Die Forscher im Fujitsu-Labor konnten nachweisen, dass jedes einzelne dieser Nanolöcher zur Speicherung von Daten taugt. Dokumentiert ist dieses Experiment in einem kostenpflichtigen Artikel des Applied Physics Letters, vol. 91, no. 2, July 9. Anstelle des Nano-Imprint-Verfahrens verwenden Forscher zur Strukturierung der gemusterten Medien manchmal auch einen Laser, mit dessen Hilfe sich winzige Vertiefungen in die Aluminiumscheibe fräsen lassen.

Fujitsu wertet den gelungenen Test als Durchbruch auf dem Weg zu 2,5-Zoll-Festplatten, die auf zwei Scheiben insgesamt 1,2 TByte speichern könnten. Bislang bietet der Festplattenhersteller die mit 300 GByte derzeit größten am Markt erhältlichen Notebook-Festplatten an. (boi)