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Funklöcher: Interaktive Karte dokumentiert Verzögerungen beim Netzausbau

Der Branchenverband Bitkom hat Informationen zu Verfahrensverzögerungen bei über 1200 Antennenbauprojekten auf einer Karte zusammengefasst.

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(Bild: Shutterstock/Juan Aunion)

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Der Bitkom hat eine interaktive Karte mit mehr als 1200 Standorten veröffentlicht, an denen die Netzbetreiber Mobilfunkanlagen bauen wollen, aber aus verschiedenen Gründen noch nicht können. "Behördliche Verfahren oder fehlende Standorte für den Bau von Mobilfunkanlagen führen allzu oft dazu, dass Funklöcher nicht geschlossen werden können", sagte Bitkom-Chef Bernhard Rohleder am Dienstag.

Oft scheitert ein Bauvorhaben schon an der Zustimmung des Grundstückseigentümers. Weil die Suche nach geeigneten Standorten mit kooperationswilligen Eigentümern schwierig ist, arbeiten die Netzbetreiber dabei zusammen und erschließen Standorte gemeinsam. Auch aufwändige und langwierige Antragsverfahren für die Baugenehmigungen verzögern mach Angaben des Verbands den Aufbau neuer Antennen. Denkmal- und Naturschutz können die Verfahren zusätzlich erschweren.

Auf seiner interaktiven Karte fasst der Bitkom Detailinformationen wie den Ort, den Grund der Verzögerung und deren Dauer zusammen. Damit möchte der Verband mehr Transparenz herstellen und die Verfahren beschleunigen helfen. "Bürger, Behörden und Unternehmen haben so Gelegenheit, einzelne Verfahren zu kommentieren und geeignete Mobilfunkstandorte anzubieten", erklärte Rohleder.

Grundsätzlich hatte der Bitkom am Montag die Mobilfunkstrategie der Bundesregierung begrüßt. Die letzten weißen Flächen in der Versorgung will der Bund künftig mit eigenen Mitteln schließen. Die Strategie setze an den richtigen Stellen an, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. Das zur Verfügung stehende Geld, das sich aus den Einnahmen der jüngsten Frequenzversteigerung speist, helfe jedoch nur bedingt. Entscheidend sei aber vor allem, dass die jetzt beschlossenen Maßnahmen rasch umgesetzt würden. (vbr)