Funknetze: Zwei Drittel laden zum Einbruch ein (Update)

Der International Wardriving Day ist gelaufen, und so mancher Funknetz-Erspäher auch.

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  • Ernst Ahlers

Der International Wardriving Day ist gelaufen -- und so mancher Funknetz-Erspäher auch. Die Kölner Beraterfirma Integralis zieht für sich eine erschreckende Bilanz: Immerhin 67 Prozent der 183 gefundenen Wireless LANs in der Kölner Innenstadt und umliegenden Industriegebieten verzichteten auf den Schutz des drahtlosen Datenverkehrs mit der Standardverschlüsselungsmethode WEP. Ein Viertel hatte nicht mal die Standardeinstellung für die Netz-Identifikation (SSID) verändert, leichtes Spiel für Funk-Einbrecher.

Das Ergebnis deutet auf eine ausgeprägte Sorglosigkeit bei den Administratoren hin. Auch wenn die Einrichtung eines WLANs dank Plug-and-Play in zehn Minuten erledigt sein kann, sollte man sich vorher Gedanken über die grundlegende Absicherung des Funknetzes machen und keinesfalls die herstellerseitigen Voreinstellungen für SSID und WEP ungeändert übernehmen. Hinweise dazu stehen beispielsweise in der Ausgabe 14/2002 von c't.

Zwei Drittel offene Netze scheinen sich zu einer Konstante bei WLANs zu entwickeln: Schon im letzten Herbst stand in der Londoner Innenstadt dieser WLAN-Anteil offen. Selbst auf der diesjährigen CeBIT, wo man eigentlich davon ausgehen durfte, dass Fachleute die Funknetze installiert hatten, fanden WLAN-Enthusiasten mindestens so viele Netze unverschlüsselt vor. Und noch im August konnte die Hamburger PC-Feuerwehr rund um die Alster bei rund 120 WLANs 80 offene entdecken. (ea)