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Funkregulierung: FCC präzisiert den Firmware-Riegel für WLAN-Router

Die US-Behörde will keine generelle Sperre alternativer Firmware durchsetzen, sondern sicherstellen, dass WLAN-Router und andere Geräte gegen unzulässigen 5-GHz-Funkbetrieb verriegelt werden. Eine Entwarnung für DD-WRT und Co. ist das jedoch nicht.

Funkregulierung: FCC präzisiert den Firmware-Riegel für WLAN-Router

Anscheinend hat sich die US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) nach Protesten genötigt gesehen, ihre Anforderungen für Funkgeräte im lizenzfreien 5-GHz-Band (U-NII) klarer darzustellen: In der vergangenen Woche veröffentlichte die FCC einen überarbeiteten Richtlinien-Entwurf zur Absicherung der Firmware von Geräten, die das 5-GHz-Band nutzen.

Die neue Fassung präzisiert nun schon in der Einleitung, dass sich der Schutz gegen Firmware-Modifikationen vor allem auf die Hochfrequenz-, also Funkbetriebs-Parameter (RF parameters) bezieht. Die FCC will damit sicherstellen, dass WLAN-Router und HF-Geräte in ihrem Zuständigkeitsbereich stets nur auf den dort erlaubten Kanälen mit der maximal zulässigen effektiven Strahlungsleistung (EIRP) arbeiten, um Störungen anderer Systeme zu minimieren. Auch sollen sich etwa Funktionen zum Schutz anderer Funkdienste nicht deaktivieren lassen, beispielsweise DFS (Dynamic Frequency Selection) zum Meiden von durch Wetterradare genutzten Kanälen.

Der noch in der vorigen Ausgabe enthaltene, explizite Hinweis auf die Third-Party-Firmware DD-WRT ist nun entfallen. Das bedeutet aber nicht, dass die Entwickler alternativer Firmwares aufatmen können. Auch ein mit DD-WRT, OpenWRT oder CeroWRT betriebener WLAN-Router muss sich an die Regulierung halten.

An dieser Stelle stehen aber die Entwickler alternativer Firmware ebenso im Regen wie die Originalhersteller: Sie können bei den aktuell gängigen WLAN-Bausteinen und -Treibern schlicht nicht verhindern, dass ein Nutzer seinen mit alternativer Firmware nachgerüsteten Router in den USA beispielsweise mit einem unzulässigen Regionscode betreibt.

Das Dilemma ließe sich beispielsweise mit einem GPS-Modul lösen. Damit könnte ein Router erkennen, wo er tatsächlich betrieben wird. Aber diese zusätzliche Hardware würde die Preise ebenso hochtreiben wie im WLAN-Modul fest kodierte Regionen. Denn dann müssten die Gerätehersteller das gleiche Routermodell in zahlreichen Varianten für verschiedene Märkte anbieten. Immerhin wäre dann nur das jeweils verwendete Funkmodul zu zertifizieren und nicht das ganze Gerät. (ea)

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