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Funkwerk schafft eigene Sparte für Überwachungs- und Sicherheitstechnik

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Der Telekommunikationstechnik-Anbieter Funkwerk ist mit einem Umsatzplus in das Jahr gestartet, muss aber einen Nettoverlust ausweisen. Der Umsatz im ersten Quartal ist im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum um 8,3 Prozent auf 61,6 Millionen Euro gestiegen. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) liegt bei 100.000 Euro, nachdem im Vorjahr 200.000 Euro erzielt wurden. Netto verzeichnet der Konzern einen Verlust von 200.000 Euro nach einem Nettogewinn von 200.000 Euro vor einem Jahr. Funkwerk verwies darauf, dass das erste Quartal immer "schwach ausgeprägt" sei.

Funkwerk ist auf Kommunikations- und Sicherheitstechnik für Bahngesellschaften, Verkehrsbetriebe, Unternehmen sowie Mobilfunk-Verstärker für die Automobilindustrie spezialisiert. Die Firma hat ihr Produktportfolio in den letzten Jahren aber auch durch Übernahmen unter anderem des WLAN-Spezialisten Artem, des Netzwerkanbieters Bintec Access Networks und des Telefonanlagenhersteller Elmeg ausgedehnt. Zuletzt hatte Funkwerk den französischen Beschallungsspezialisten und Hersteller von Lautsprechertechnik Bouyer gekauft; davor ging beispielsweise ein Hersteller von Kamerasteuertechnik und der Sicherheitsspezialist VarySys in den Besitz von Funkwerk über.

Im ersten Quartal ist Funkwerk nun vor allem mit der Sparte "Traffic & Control Communication" gewachsen, die Infrastruktur für Bahnfunk und Steuerungssysteme anbietet. Der Umsatz des Bereichs hat im Jahresvergleich um 42 Prozent auf 33,4 Millionen Euro zugelegt. Im Bereich "Automotive Communication", der unter anderem Freisprechanlagen und Verstärker für Systeme in Autos herstellt, fiel der Umsatz von 14,4 auf 13,7 Millionen Euro; vor allem das Geschäft mit Nachrüstungen in Europa sei schwach ausgefallen. Die Sparte "Enterprise Communications" mit Netzwerktechnik für Firmen musste einen Umsatzrückgang um 20 Prozent auf 14,5 Millionen Euro hinnehmen, der Bereich befinde sich gerade in einem Restrukturierungsprozess, hieß es bei Funkwerk.

Künftig will Funkwerk auch auf dem Markt für Sicherheits- und Überwachungslösungen eine führende Rolle spielen. Dafür schafft der Konzern einen eigenen Bereich: "Security Communication" werde in Zukunft die Produktgruppe Messaging (Lösungen zur Personensicherung) und die bisher bei "Traffic & Control Communication" angesiedelten Videosysteme umfassen und soll integrierte Sicherheitstechnik anbieten. Die Mitarbeiterzahl im Gesamtkonzern stieg innerhalb eines Jahres – vor allem durch den Kauf von Bouyer – um rund ein Zehntel auf 1678. (jk)

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