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Telecom-Fusion Sunrise mit UPC: Freenet schießt quer

Angesichts Freenets Ankündigung, gegen die Kapitalerhöhung zu stimmen, wurde das Kaufvorhaben vom Sunrise-Vorstandschef abgesagt.

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Ein Mann liest vor einem Gebäude auf einem Tablet Informationen über die geplante Übernahme von UPC.

(Bild: Sunrise)

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Die Fusion der schweizerischen Telekommunikationsunternehmen Sunrise und UPC ist gescheitert. Das Kaufvorhaben sei "tot", und andere Übernahmepläne gebe es erst einmal nicht, sagte Sunrise-Vorstandschef Olaf Swantee am Dienstag der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Die Übernahme war bereits fraglich geworden: Sunrise hatte am Dienstag eine für diesen Mittwoch angesetzte außerordentliche Hauptversammlung abgesagt, auf der eigentlich eine Kapitalerhöhung um 2,8 Milliarden Franken (2,6 Milliarden Euro) beschlossen werden sollte. Mit Hilfe des Geldes sollte der Kauf von UPC finanziert werden.

Der deutsche Sunrise-Großaktionär Freenet, der rund ein Viertel an dem Mobilfunker hält, hatte sich aber gegen die Kapitalerhöhung ausgesprochen. Sunrise teilte in Zürich mit, angesichts Freenets Ankündigung, gegen die Kapitalerhöhung zu stimmen, und "klaren Indikationen" anderer Aktionäre werde die Hauptversammlung abgesagt.

Freenet betrachtet den Kaufpreis für die Schweizer Tochter UPC des britischen Kabelnetzkonzerns Liberty Global als zu hoch. Sunrise wollte den Rivalen für 6,3 Milliarden Schweizer Franken (5,7 Milliarden Euro) übernehmen. Auch eine zuletzt angekündigte Finanzspritze von Liberty an Sunrise hatte am Widerstand von Freenet nichts geändert.

[UPDATE: 22.10.2019, 15 Uhr]

Die Meldung wurde aktualisiert, nachdem feststand, dass die Fusion gescheitert ist. (anw)