Menü

Fusion von T-Mobile US und Sprint nimmt wichtige Hürde

Der zuständige Sicherheitsausschuss CFIUS gab grünes Licht für den Zusammenschluss.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 9 Beiträge

T-Mobile Signature Store am Times Square.

(Bild: T-Mobile US)

Von

Die Deutsche Telekom ist mit ihren Fusionsplänen für ihre Mobilfunktochter T-Mobile US einen Schritt weiter: In den USA nahm der Zusammenschluss mit dem Rivalen Sprint eine erste wichtige regulatorische Hürde. Der für die Prüfung ausländischer Investitionen zuständige Sicherheitsausschuss CFIUS gab grünes Licht für den rund 26 Milliarden US-Dollar schweren Zusammenschluss. Mehrere Behörden, darunter die Ministerien für Justiz und Verteidigung, reichten eine Erklärung bei der Telekomaufsicht FCC ein, derzufolge sie keine Einwände gegen den Deal haben, wie am Dienstag bekannt wurde.

Die T-Aktie legte am Morgen hauchdünn zu, gehörte damit aber zu den Favoriten im schwachen Dax. Börsianer zeigten sich von der Nachricht aus den USA indes nicht sonderlich überrascht. Nachdem in der Presse bereits über die bevorstehende Genehmigung spekuliert worden sei, komme dieser Schritt wie erwartet, sagte ein Händler.

T-Mobile und Sprint – die Nummer drei und vier am US-Mobilfunkmarkt – wollen in den USA ihre Kräfte bündeln, um Druck auf die Platzhirsche Verizon und AT&T zu machen. Vor allem wollen die beiden kleineren Anbieter Kosten sparen, indem sie ihre Netze zusammenlegen. Allerdings ist die Genehmigung durch die CFIUS nur ein erster Schritt zu dem von Telekom-Chef Tim Höttges mühsam ausgehandelten Deal, Denn die Fusion muss noch von der FCC selbst durchgewinkt werden.

T-Mobile und Sprint hatten den Zusammenschluss im Frühjahr bekannt gegeben. Die Genehmigung der Behörden vorausgesetzt, soll das Geschäft im ersten Halbjahr 2019 unter Dach und Fach gebracht werden. Allerdings wird die Fusion in den USA aus wettbewerbsrechtlicher Sicht durchaus kritisch beäugt. Die FCC hatte sich deshalb mehr Zeit für die Prüfung ausbedungen. 2014 war die Fusion schon einmal gescheitert. (anw)