Fusion von T-Mobile und Sprint: Texas schließt sich Klage an

Als erster republikanischer US-Bundesstaat schließt sich Texas der Klage gegen die Fusion von T-Mobile und Sprint an.

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(Bild: rblfmr/Shutterstock.com)

Von
  • Oliver Bünte

Der Widerstand gegen die Fusion der Telekom-Tochter T-Mobile US mit dem Rivalen Sprint bekommt Verstärkung. Mit Texas schloss sich am Donnerstag ein weiteres Schwergewicht der Allianz von US-Bundesstaaten an, die gegen den über 26 Milliarden Dollar schweren Zusammenschluss klagen. "Wir heißen Texas' Entschluss willkommen, diese wettbewerbsfeindliche Fusion zu blockieren", verkündete New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James, die das Bündnis anführt.

Dass Texas sich gegen den geplanten Mega-Deal stellt, ist besonders bemerkenswert, da sich damit der erste republikanische Bundesstaat der Initiative anschließt. Insgesamt bemühen sich jetzt schon 14 Bundesstaaten und der Regierungsbezirk Washington, die Fusion zu verhindern.

Die Gegner der Fusion befürchten, dass durch die Fusion der Wettbewerb eingeschränkt wird. In den USA sind die vier großen Mobilfunkbetreiber AT&T, Verizon, T-Mobile und Sprint aktiv. Besonders T-Mobile und Sprint hatten sich immer wieder einen harten Konkurrenzkampf um Kunden geliefert. Dabei sanken die Preise. Mit der Fusion entfalle nach Ansicht der klagenden Staaten dieser Wettbewerb. Außerdem hätten T-Mobile und Sprint in manchen Regionen wie beispielsweise New York und Los Angeles einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent, was den Wettbewerb behindere. Auch in manchen ländlichen Regionen würden beide Provider zusammen dominieren.

Die Kartellwächter des Justizministeriums hatten den Zusammenschluss der dritt- und viertgrößten US-Mobilfunker in der vergangenen Woche genehmigt – allerdings unter strengen Auflagen. So müssen T-Mobile und Sprint ihr Prepaid-Geschäft an den Satelliten-TV-Anbieter Dish verkaufen. Darüber sollen die Netzbetreiber Lizenzen für Mobilfunkfrequenzen an Dish abtreten. Das soll verhindern, dass T-Mobile und Sprint den US-Markt zu sehr dominieren und damit auch anderen Anbieter einen Wettbewerb ermöglichen. (mit Material der dpa) / (olb)