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Fußball-WM: Ausstattung für das Privat-Public-Viewing

Die Vorbereitung für das Fußballereignis laufen: Was taugen Beamer, wann ist ein großer Fernseher die bessere Wahl und wie klappt der Empfang möglichst reibungslos – und möglichst schnell. c't hat Zubehör für das Private Public Viewing getestet.

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Fußball-WM: Ausstattung für das Privat-Public-Viewing

Die einfachste Variante fürs Jubeln außerhalb der eigenen vier Wände ist Public Viewing – entweder in einem der zahlreichen Kneipen oder im eigenen Garten. Für ersteres braucht man nur gute Laune, für das private Viewing-Erlebnis einen möglichst großen Bildschirm. c't erläutert in einem Schwerpunkt, was Sie bei Kauf und Einrichtung beachten sollten.

Die Preise für große Fernseher fallen seit geraumer Zeit, aktuell bekommt man 4K-Displays mit 1,90 m Diagonale ab 1600 Euro. Von der höheren Auflösung profitieren während der anstehenden WM nur Sky-Premium-Kunden – Sky strahlt die Spiele der deutschen Mannschaft sowie die Finals in 4K aus. Allerdings benötigen Sky-Kunden dafür einen speziellen Receiver.

Die höhere Auflösung im Fernsehdisplay schadet aber nichts, denn die Displays rechnen die niedrigere Auflösung, wie sie ARD und ZDF ausstrahlen, sauber auf ihre höhere Pixeldichte um. Im Gegenteil profitiert man bei guten 4K-TVs auch bei Full-HD-Signalen von der ultrahohen Displayauflösung. Ohnehin sollte man sich den Kauf eines Full-HD-TVs sehr gut überlegen: Da aktuell keine größeren FHD-Fernseher mehr hergestellt werden, sondern allenfalls kleinere TVs mit Diagonalen unter einem Meter (unter 40 Zoll), handelt es sich fast durchweg um Vor-Vorjahres-Modelle.

Richtig groß wird das Fußballbild erst mit einem Projektor. Der muss allerdings entsprechend lichtstark sein, denn die Spiele beginnen am späten Nachmittag hiesiger Zeit, also (hoffentlich) bei Sonnenlicht. c't hat sechs helle Beamer getestet, die mindestens 3000 Lumen auf die Leinwand bringen und zwischen 360 und 600 Euro kosten. Fünf zeigen Full-HD-Auflösung, beim PA503W von Viewsonic muss man sich mit HD (1280 × 800 Pixeln) begnügen – zahlt aber auch entsprechend weniger.

Während sich der einzige LCD-Projektor im Testfeld, Epsons EB-U05, mit ungemein hellen Bildern hervortat, kann man ihn fürs Heimkino praktisch vergessen. Wer an eine Nach-WM-Nutzung im Wohnzimmer denkt, ist mit den Geräten von Acer (H6521BD) und Optoma (HD143X) besser beraten.

Streaming-Clients oder das Mobilgerät schicken die TV-Signale aus dem Internet zum Beamer, die erforderlichen Apps gibt es fast immer mit 30-tägigem Probeabo.

Zum Glück strahlen ARD und ZDF das Großereignis im FreeTV aus, man braucht also keine Entschlüsselungshardware und kann die Spiele auch per Internet auf den Schirm holen. c't zeigt, wie man das TV-Signal zum Projektor bringt – im Fernsehgerät ist der Tuner üblicherweise eingebaut – und stellt passende Streaming-Apps vor.

Ein externer DVB-T2-Receiver am Beamer ist der einfachste Weg, hier entfällt auch das Strippenziehen zum Kabel- oder Sat-Receiver – zumindest für all diejenigen, die im DVB-T2-Empfangsgebiet schauen wollen. Ob Ihr Wohnort dazugehört, können Sie bei der DVB-T2-Initiative prüfen.

Alternativ helfen Streaming-Clients wie Amazon FireTV, Google Chromecast oder AppleTV weiter. Bei Latenz-Messungen 2419513 stellte sich allerdings heraus, dass der klassische Empfang per Satellit immer noch der schnellste ist. Während und DVB-T2 je nach Sender nur zwei bis vier Sekunden hinterherhinkt, müssen die Fans beim Internet-Stream mindestens zwanzig Sekunden länger aufs Tor warten. Übrigens: Auch der Satellitenempfang ist nicht latenzfrei: Im Stadion jubeln die Fans gut vier Sekunden früher.

Lesen Sie mehr zu Auswahl und Einsatz von Großbild-TV und Beamer für die WM in der c't 11/2018

(uk)

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