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IFA

Futuristische OLED-Videobrille

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Erstmals hatte sich Sony im Januar auf der CES in Las Vegas mit seiner futuristischen OLED-Brille an die Öffentlichkeit gewagt, nun will das Unternehmen damit in den Handel. Das Design des am Mittwoch auf der IFA in Berlin vorgestellten Personal 3D Viewer HMZ-T1 wurde leicht modifiziert, das Brillen-Innere scheint identisch.

Sonys spacige OLED-Brille schirmt ihren Träger komplett von der Außenwelt ab.

In dem Guckhelm stecken zwei organische 0,7-Zoll-Displays mit jeweils 1280 × 720 Pixeln Auflösung. Die 18 mm kleine Displaydarstellung sehen die Augen über ein Linsensystem mit 45 Grad Betrachtungswinkel in einiger Entfernung als leinwandgroße Abbildung – Sony sprach seinerzeit von einem 150-Zoll-Schirm in knapp 4 Meter Entfernung, jetzt von 750 Zoll aus 20 Metern. Das entspricht zwar demselben Verhältnis, tatsächlich dürfte das wahrgenommene Bild aber kleiner und näher dran ausfallen.

Zum Einsatz kommen offenbar weiß leuchtende OLEDs mit Farbfiltern aus eigener Produktion, die Treiberelektronik und die D/A-Wandler wurden in die Brille integriert, heraus führt nur ein Anschlusskabel zur Prozessoreinheit. Zusätzlich zur Videobrille kann man an das kleine schwarze Kästchen per HDMI einen Fernseher anschließen und mit einem Schalter TV oder Brille als Anzeigegerät auswählen.

Da jedes Auge im Personal Viewer auf sein eigenes OLED-Display schaut, kann man 3D-Inhalte mit der Videobrille ganz ohne Übersprecher zwischen den Stereobildern genießen. Die hohe Schaltgeschwindigkeit der OLEDs garantiert zudem eine schlierenfreie Wiedergabe. Die in die Videobrille eingebauten Kopfhörer können 5.1-Surround-Sound simulieren.

Hat man die neue Brille auf der Nase, wird die Umgebung komplett ausgeblendet. Das erleichtert das Eintauchen ins Geschehen auf dem Bildschirm, herumlaufen sollte man mit der HMZ-T1 allerdings nicht. Wenn die Brille unbenutzt herumliegt, wird sie über einen Sensor automatisch in den Standby geschaltet.

Als Zielgruppe für den Personal 3D Viewer HMZ-T1 nennt Sony Filmfans, aber auch Gamer könnte die futuristische Brille interessieren. Sie soll hierzulande im November – also rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft – für 800 Euro in den Handel kommen. (uk)

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