Menü

G4-Server in der Pizza-Box

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 669 Beiträge

Unter dem Namen Xserve hat Apple einen Rack-Mounted-Server mit DDR-RAM und bis zu vier Festplatten vorgestellt. Xserve ist ein kompletter Mac im Format von einer Höheneinheit (1 U, 1,75 Zoll hoch) für ein 19-Zoll-Rack, der mit bis zu vier IDE-Festplatten ausgerüstet werden kann. Im Inneren steckt ein komplett neues Motherboard, das erstmals bei Apple vier Ultra-DMA-100-Controller und DDR-RAM (bis zu 2 GByte, 266 MHz) enthält. Den Rack-Mounted-Server gibt es ab Juni mit einem oder zwei 1 Gigahertz schnellen G4-Prozessoren, die mit je 256 KByte Level-2-Cache und 2 MByte Level-3-Cache ausgerüstet sind. Der Prozessortakt soll später stufenweise auf 1,4 Gigahertz gesteigert werden.

In einem Kombi-Slot (PCI und AGP) steckt eine Gigabit-Ethernetkarte, ein zweiter Gigabit-Port ist on-board. Eine VGA-Grafikkarte erlaubt das Booten ohne Monitor und den Anschluss eines kleineren Bildschirms, eine 4x-AGP-Karte lässt sich gegen die Gigabit-Karte austauschen. Bei jedem Xserve ist Mac OS X Server mit einer unbegrenzten Zahl von Clients im Preis enthalten. Die maximal vier Festplatten lassen sich per Software-RAID zusammenschalten (Mirroring, Striping oder beides) und im laufenden Betrieb herausnehmen (hot-plug).

In der 4175 Euro teuren Ausführung mit Einzelprozessor stecken 256 MByte RAM, eine 60-Gigabyte-Festplatte mit UDMA-100-Interface und ein CD-ROM-Laufwerk. Die Doppelprozessor-Variante soll 5567 Euro kosten und 512 MByte Arbeitsspeicher enthalten.

"Dies ist unser erster echter Server", sagte Jobs. "Wir treten sehr bescheiden in diesen Markt ein." Immerhin aber, setzte der Apple-Gründer hinzu, sei Apple inzwischen größter Unix-Lieferant der Welt. Ende des Jahres will Apple ein Fibre-Channel-Modul anbieten, das 3 Höheneinheiten groß ist und maximal 14 Festplatten aufnehmen kann. (Erich Bonnert) / (jes)

Anzeige
Anzeige