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GCO: 3D-Spiele im Browserfenster

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Der niederländische Softwareentwickler Eximion präsentiert auf der Games Convention Online (GCO) in Leipzig mit Kalydo ein Verfahren, das konventionelle PC-Spiele komprimiert, portionsweise über das Internet überträgt und direkt in ein Browserfenster einbindet. Anwender können so bereits mit dem Spiel beginnen, bevor es komplett heruntergeladen wurde. Das Spiel muss nicht selbst auf dem Rechner installiert werden; Vorraussetzung ist ein ActiveX-Client.

Obwohl Kalydo beliebige Spiele für Browser aufbereitet, ist das genutzte Verfahren nicht unabhängig von der Hardware des Nutzers. Der Programmcode der Spiele wird in logische Einheiten zerlegt, dann komprimiert nacheinander via Netz übertragen und auf dem Clientrechner ausgeführt. Das Browserfenster dient lediglich als Anzeigemedium, die Spielsoftware läuft auf der Rechnerplattform des Nutzers. Ein Mac-Spiel kann also prinzipbedingt nicht auf einem PC laufen.

3D-Golfen im Browserfenster mit Kalydo.

Als Vorteil für Anwender nennt Eximion die verkürzte Wartezeit bis zum Spielstart. Um diese weiter zu minimieren, werden die Daten folgender Levels während des Spiels im Hintergrund übertragen und die geladenen Programmteile in einem Cache abgelegt. Der Nutzer muss online sein, wenn er spielen will. Aktuell unterstützt Kalydo ausschließlich Windows-Systeme. Auf diesen wird ein ActiveX-Client installiert, der das jeweilige Spiel in den Browser bringt.

An der Anzeige umfangreicher 3D-Welten im Browser haben sich schon in der Vergangenheit verschiedene Anbieter versucht. Bereits im Vorjahr demonstrierte Bigpoint mit "Poisonville" auf der GCO einen lauffähigen Clone von Rockstar Games' Grand Theft Auto. Auf die finale Version müssen Spieler bislang noch immer warten. (vbr)