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GDC 2017: Die Game Developers Conference startet in San Francisco

Ab Montag treffen sich über 20.000 Entwickler im Moscone Center. Neben Virtual Reality stehen die Themen "User Experience" und 3D Sound im Vordergrund. Als Gaststars geben Sid Meier und Warren Spector einen Rückblick auf "Civilization" und "Deus Ex".

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GDC 2017: Die Game Devopers Conference startet in San Francisco

(Bild: heise)

In diesem Jahr findet die Game Developers Conference einige Wochen früher als gewohnt statt. Bereits am kommenden Montag treffen sich wieder einmal Entwickler aus der Spiele-Industrie zu ihrer weltgrößten Konferenz im Moscone Center in San Francisco. Die vergangenen Jahre zählte die Konferenz weit über 20.000 Besucher; in diesem Jahr ist mit einem erneuten Rekord zu rechnen.

Erneut findet die Virtual Reality Developer Conference (VRDC) parallel auf dem gleichen Gelände statt. HTC will neue Funktionen seiner Vive-Brille vorstellen, darunter kabellose Übertragungs-Module der Brille und Konzepte für VR-Arcade-Hallen. Noch bis zum Ende des Jahres will HTC auch in den Markt der mobilen VR-Systeme einsteigen, näheres hoffen wir auf der GDC zu erfahren.

Sony will derweil Entwicklern den neuen Aim-Controller für die PSVR vorstellen. Er soll zusammen mit dem Spiel "Farpoint" Mitte des Jahres auf den Markt kommen, aber auch anderen Entwicklern als Gewehr-Controller zur Verfügung stehen.

Oculus machte im Vorfeld keine konkreten Angaben, was denn auf der GDC zu erwarten sei. Gezeigt werden in jedem Fall neue Spiele, die sich mit den Hand-Controllern Oculus Touch steuern lassen, eventuell sind auch erste Umsetzungen für Room Scale VR mit dabei.

Andere Firmen wie NVida, AMD oder Unity zeigen ihre neuesten Rendering-Tricks. Khronos bemüht sich um eine Standardisierung von VR-Systemen und Lucas Arts zeigt in einigen Sessions, wie sie das Star-Wars-Universum aus dem Film künftig mit VR-Spielen verschmelzen wollen. Weitere Beiträge aus der Filmbranche sind zur US-Serie "Westworld" angekündigt, die ebenfalls einen VR-Ableger planen.

Über die ganze Wocher verteilt wird man auch Vorträge zum Thema Spiele-Sound hören. Dieses bislang häufig stiefmütterlich behandelte Thema rückt immer näher in den Fokus der Entwickler, vor allem das Zusammenspiel von 3D Audio und VR-Anwendungen. Es geht aber auch um Sound-Rendering-Tricks, die dem Spieler natürlichere Umgebungen vorgaukeln, wie Microsoft Research mit seinem Triton-Projekt am Beispiel von "Gears of War 4" zeigt. Capcom und Ameo führen vor, wie sie in den Spielen "Resident Evil 7" und "Get Even" Spielern mit subtilen Sound-Effekten das Fürchten lehren.

Hinter dem Kürzel "UX" verbirgt sich wiederum das Thema "User Experience" zu dem erstmals am Montag eine ganze Vortragsreihe geplant ist. Dann erzählen Firmen wie Epic Games und Electronic Arts, wie sie ihre Spiele optimieren, damit sie beim Spieler möglichst viele Glücksmomente erzeugen und Dopamin-Belohnungen ausschütten.

Vor Ort sind auch wieder das Who is Who der Entwicklerszene, die einige Tricks zu ihren aktuellen Spielen verraten. So erläutert Naughty Dog, wie sie den filmreifen Look von "Uncharted 4" geschaffen haben. Niantic erzählt von den Server-Anstrengungen, die hinter "Pokemon Go" stehen. Guerilla Games und Hello Games zeigen anhand ihrer Spiele "Horizon" und "No Mans Sky", wie man mit prozeduralen Inhalten riesige Spieleuniversen schaffen kann. Nintendo geht auf die Entwicklung der riesigen Welt von "Zelda: Breath of the Wild" ein. Die Arkane Studios verraten wiederum KI-Tricks aus ihrem Schleichspiel "Dishonored 2".

Als Gast-Stars treten Sid Meier und Warren Spector auf und erzählen in "Postmortems", wie sie die Klassiker "Civilization" und "Deus Ex" damals entwickelten. Unter der Rubrik "Kurioses" wird unter anderem das eindimensionale Arcade-Spiel "Line Wobbler" erklärt, und diskutiert, wie man Sex-Szenen in Spielen am besten darstellen sollte.

heise online wird die spannendsten Vorträge besuchen und die kommende Woche von der GDC berichten.

(hag)

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