Menü

GDC: Apples 3D-Schnittstelle Metal 20 Mal schneller als OpenGL ES

Grafik-Urgestein Niklas Smedberg erklärte, dass Apples 3D-Schnittstelle Metal im Renderthread der Unreal Engine 4 rund 20 Mal so schnell sei wie OpenGL ES. Metal soll mit iOS 8 im Herbst erscheinen.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 186 Beiträge

Metal soll gleich zwanzig Mal so schnell sein wie OpenGL ES. Das behauptet Epics Grafikguru Niklas Smedberg.

(Bild: Martin Fischer)

Auf der GDC Europe hat sich Epic-Entwickler und Grafik-Urgestein Niklas Smedberg zur Performance von Apples 3D-Schnittstelle Metal geäußert. Demnach lief der Rendering-Thread der Unreal Engine 4 unter Metal 20 Mal so schnell wie unter OpenGL ES. Allein 30 Prozent des Render-Threads wurde durch die OpenGL-ES-API belegt, während Metal mit nur 1,6 Prozent auskam.

Smedberg – Senior Engine Programmer der Unreal Engine – zeigte sich sichtlich begeistert und bezeichnete Metal als eine Art Spielkonsolen-API, die viel effizienter mit CPU-Ressourcen umgeht und die Hardware gut auslasten kann. Mit Metal bekommen Entwickler laut Smedberg mehr Verantwortung für die Performance des Spieles oder der 3D-Anwendung.

Niklas Smedberg: PC-Grafik auf Smartphones bringen - dank rasanter GPU-Performancezuwächse und hochoptimierter Schnittstellen sei das nun möglich.

(Bild: Martin Fischer)

Die Entwicklung der GPU-Leistung von Smartphone- und Tablet-Kombiprozessoren (SoCs) sei drastisch. Smedberg zeigte anhand eines Diagramms, dass sich die theoretische Rechenleistung innerhalb der letzten zwei Jahre von gut 25 GFlops auf mehr als 300 GFlops gesteigert hätte.

In seinem Vortrag enthüllte Smedberg wahrscheinlich ein Detail zum potentiellen Nachfolger der derzeitigen iPhone-5S- und iPad-Air-Grafikeinheit PowerVR G6430 (Series 6). Er erwähnt auf einer Folie die Series 6XT, die bei FP16-Berechnungen doppelt so schnell wie die Series 6 arbeiten soll.

Die Grafikdemo Zen Garden soll ruckelfrei auf iPad Air und iPhone 5S laufen - Metal sei dank.

(Bild: mfi/Apple)

Apple hatte die Metal-Schnittstelle im Juni 2014 überraschend angekündigt. Sie soll näher an der Hardware arbeiten als OpenGL ES und daher aus aktuellen SoC-Kombiprozessoren eine wesentlich höhere 3D-Leistung quetschen. Mit Metal dürften Entwickler ähnlich systemnah programmieren können, wie es etwa bei Spielkonsolen (oder über AMDs Mantle-Schnittstelle für PC-Spiele) üblich ist.

Metal soll in Apples Mobilbetriebssystem iOS 8 integriert sein. Es soll im Herbst ausgeliefert werden – die auf der Unreal Engine 4 basierende Techdemo Zen Gardens soll dann kostenlos im App Store zur Verfügung stehen.

Die GPU-Leistung von Smartphone-Prozessoren hat sich seit 2010 mehr als vervierzigfacht.

(Bild: Martin Fischer)

(mfi)