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GDC: Neue Virtual-Reality-Brille Oculus Rift für Entwickler

Statt einer serienreifen Rift hat Oculus auf der GDC eine zweite Entwickler-Version angekündigt. Für 350 US-Dollar kann man die neue Virtual-Reality-Brille mit OLED-Display und Positionstracking vorbestellen.

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Zum Lieferumfang der DK2-Rift gehört eine Trackingkamera.

(Bild: Oculus VR)

Statt der lang erwarteten Consumer-Version hat Oculus VR auf der Games Developer Conference (GDC) in San Francisco ein technisch stark verbessertes Entwickler-Kit angekündigt: Die "DK2"-Brille (Developer Kit 2) kann ab sofort für 349 US-Dollar (482 Dollar inklusive Zoll und Porto nach Deutschland) auf der Oculus-VR-Website vorbestellt werden. Die ersten Brillen sollen im Juli ausgeliefert werden. Einen Termin für das Serienmodell nannte Oculus nicht.

Der Crystal-Cove-Prototyp punktete auf der CES mit einer beeindruckenden Bildwirkung.

Während das DK1 noch ein LC-Display mit 1280 × 800 Pixeln hatte, steckt im DK2 ein OLED-Display mit 1920 × 1080 Bildpunkten. Außerdem erfasst die neue Rift nicht nur Kopfdrehungen und -neigungen, sondern auch die Position des Nutzers im Raum. Das verbesserte Entwicklerkit gleicht dem im Januar auf der CES präsentierten Crystal-Cove-Prototypen, dem wir beim Probespiel vor Ort eine stark verbesserte Bildqualität bescheinigten. Zwar waren trotz Full-HD-Display immer noch Pixel zu erkennen (pro Auge steht horizontal nur die halbe Auflösung zur Verfügung, also 960 × 1080), doch fehlten die vom DK1 bekannten Nachzieh-Effekte komplett – laut Oculus sei dies dem "Low-Persistance"-OLED-Display zu verdanken.

Die fürs Tracking erforderlichen Infrarot-LEDs sind unter dem Kunststoffgehäuse angebracht.

(Bild: Oculus VR)

Einen mindestens ebenso starken Effekt auf die Bildwirkung hat das neue Positionstracking: Dadurch, dass nun auch Bewegungen des ganzen Körpers (und nicht nur Kopfdrehungen- und neigungen) in die virtuelle Welt übertragen werden, fühlt sich alles echter an – wir hatten auf der CES sogar das Gefühl, dass das neue Tracking die berüchtigte Simulator-Krankheit im Zaum hält. Ob das wirklich stimmt, muss ein ausführlicher Test klären.

Wie der Crystal-Cove-Prototyp hat auch das DK2 eine Kamera und in der Brille angebrachte Infrarot-LEDs für das Positionstracking. Anders als beim Prototypen sind die LEDs hier aber unsichtbar unter dem Kunststoffgehäuse eingebaut. Die von Oculus selbst entwickelte Kamera gehört zum DK2-Lieferumfang. (jkj)