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GDC: Panzerschlachten bald im Browser

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Vom Free-2-Play-Spiel World of Tanks soll es bald auch einen Browser-Ableger geben. Dies kündigte der Entwickler Wargaming.net im Rahmen der derzeit in Köln stattfindenden Game Developers Conference (GDC) an. Im Unterschied zur originalen Version soll es sich bei World of Tanks Generals um ein Echtzeitstrategiespiel mit Anleihen aus Sammelkartenspielen handeln, bei dem Spieler mit Panzern, Artillerie und Infanterie gegeneinander antreten. Der auf Kriegsspiele eingeschossene, weissrussische Entwickler lässt dabei Deutschland, Frankreich, die USA und die UDSSR auf die Schlachtfelder. Wann genau der Browser-Ableger erscheinen soll, ließ die Firma offen.

Victor Kislyi, CEO vom World-of-Tanks-Enwickler, parlierte über das erfolgreiche Free-2-Play-Modell und arrogante Medien.

(Bild: c't)

Der Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens, Victor Kislyi, hielt während seiner GDC-Präsentation außerdem ein flammendes Plädoyer für Free-2-Play-Spiele und unterstrich den Erfolg von World of Tanks mit eindrucksvollen Zahlen. So habe man bis dato 35 Millionen Registrierungen zählen können. Die maximale Zahl gleichzeitig spielender Nutzer (PCCU/Peak Concurrent User) liege bei 800.000. Besonders stark sei World of Tanks in Island, wo rund drei Prozent der Bevölkerung mitspielen. Durch den großen Erfolg habe das Unternehmen die Zahl seiner Beschäftigten innerhalb von zwei Jahren von 120 auf über 1000 steigern können.

Doch gerade in der Anfangsphase sei es nicht immer leicht gewesen für die Weißrussen – besonders in westlichen Staaten. So erklärte Kislyi, dass vor allem die Spiele-Medien eine arrogante Haltung an den Tag legten und Free-2-Play-Spiele automatisch mit minderwertiger Qualität assoziierten. Kislyis Reaktion: "Ihr wisst, wer bei euch Werbung schaltet, wenn der Retail-Markt ausstirbt?".

Laut Kislyi spielen in Spitzenzeiten bis zu 800.000 Spieler gleichzeitig World of Tanks.

Außerdem stellte Kislyi die These auf, dass Free-2-Play tatsächlich nur in seiner originären Form erfolgversprechend sei – im Unterschied zu Hybridformen, die etwa Abonnements mit einbinden. F2P lebe gerade davon, dass die Eintrittsbarrieren durch die kostenlose Nutzung so gering wie möglich sind und deswegen niemanden aussperren. Kostenpflichtige Titel – egal ob Abo- oder Vollversionen – schließen laut Kislyi nicht nur diejenigen Nutzer aus, die nicht bereit sind zu zahlen, sondern auch jene, die sogar noch mehr zahlen würden. (mfi)