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GE startet Massenproduktion von Natrium-Nickel-Akku

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Der US-Technologiekonzern General Electric hat 100 Millionen US-Dollar in eine neue Fabrik im US-Bundesstaat New York investiert. Das Werk in Schenectady soll bis zu 450 Mitarbeiter beschäftigen und neuartige Batterien herstellen, die auf einer Natrium-Nickel-Chemie basieren, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Der Stromspeicher soll haltbarer sein als gewöhnliche Bleibatterien. Haupteinsatzzweck sind Pufferlösungen: Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind- oder Sonnenkraft soll damit zwischengespeichert werden, um in produktionsarmen Zeiten bereitzustehen.

Der erste Kunde ist die südafrikanische Firma Megatron Federal, welche die Akkus nutzen wird, um ihre Mobilfunktürme in Nigeria zu versorgen, welche von Dieselgeneratoren mit Strom versorgt werden. Die Kombination der Generatoren mit den neuen Akkus erlaube einen effizienteren Einsatz. "Man spart 53 Prozent an Treibstoffkosten, 45 Prozent an Reparaturkosten und bis zu 60 Prozent Beschaffungskosten während der Laufzeit", sagt Brandon Harcus, Abteilungsleiter Telekommunikation bei Megatron Federal. "Für unsere Anwendung in Nigeria sind die Kostenersparnisse groß – ungefähr 1,3 Millionen Dollar über 20 Jahre pro Mobilfunkturm. Wir setzen deutlich weniger Diesel ein und erzeugen auch weniger CO2." Hauptvorteil der GE-Batterie für diese Anwendung gegenüber Bleiakkus ist die Tatsache, dass sie schneller lädt – ungefähr zwei Stunden im Vergleich zu zehn. Außerdem ist keine komplexe Kühlung notwendig, was den Dieselverbrauch weiter senkt.

Die GE-Akkus sind auf die Kilowattstunde gerechnet noch teurer als Bleibatterien, sollen aber länger halten – insbesondere dann, wenn die Akkusätze häufig tiefenentladen werden. In einigen Anwendungsbereichen halten Bleibatterien hier nur sechs Monate durch. Der Natrium-Nickel-Akku von GE soll sich dagegen bis zu 3500 Mal komplett entladen lassen. Das entspricht ungefähr einer Lebensdauer von 10 Jahren.

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(bsc)