Menü

GHz-Edition: AMD bringt aufgebohrte Radeon HD 7970

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 48 Beiträge
Von

Das Referenzdesign der Radeon HD 7970 GHz Edition gleicht der herkömmlichen Variante.

(Bild: AMD)

Genau vor einem halben Jahr wurde die ursprüngliche Radeon HD 7970 vorgestellt. Zur Huldigung zeigte AMD auf seiner US-Entwicklerkonferenz einen Tahiti-Kuchen.

(Bild: mfi)

Eine aufgebohrte Variante der vor einem halben Jahr vorgestellten Radeon HD 7970 präsentiert AMD als "GHz Edition". Sie soll die GeForce GTX 680 von Nvidia durch erhöhte GPU- und Speichertaktfrequenzen in Spielen übertrumpfen. Die Karte ist zu DirectX 11.1 kompatibel und bringt 3 GByte Speicher mit, der mit 3 GHz läuft. Die 2048 Shader-Rechenkerne packen 4,3 Billionen Gleitkommaoperationen pro Sekunde bei einfacher Genauigkeit, bei doppelter Genauigkeit noch ein Viertel davon. Mehr Rechenkraft bietet derzeit keine Single-GPU-Grafikkarte.

AMD behauptet, bei der Radeon HD 7970 GHz Edition nun – wie Nvidia bei der GeForce GTX 670 und 680 – eine Turbo-Funktion implementiert zu haben. So beträgt die Standard-Taktfrequenz des Grafikchips 1000 MHz, die Boost-Frequenz 1050 MHz. Das ist 75 beziehungsweise 125 MHz schneller als die GPU der herkömmlichen Radeon HD 7970 läuft. In der Praxis rechnet die Grafikeinheit aber nahezu immer mit vollen 1050 MHz, beim Belastungstest Furmark aber lediglich mit 1000 MHz. Letztlich ist AMDs Turbo-Funktion nichts weiter als das altbekannte Powertune, das die GPU unter 1050 MHz drosselt, wenn die Leistungsaufnahme der Grafikkarte eine bestimmte Grenze überschreitet – laut AMD 250 Watt.

In Spielen ist die GHz-Edition rund 10 Prozent schneller als eine normale Radeon HD 7970. Sie bietet genügend Leistung, um alle aktuellen DirectX-11-Spiele bei 2560×1600 Bildpunkten ruckelfrei darzustellen. In vielen Titeln, etwa Anno 2070, Arkham City und Dirt 3, ist sie etwas flinker als Nvidias GeForce GTX 680. In Battlefield 3 ist die Nvidia-Karte bei maximaler Detailstufe und vierfacher Multisampling-Kantenglättung in Full HD rund 6 Prozent schneller, bei 2560×1600 Bildpunkten liegen beide gleichauf (40 fps). Im 3DMark 11 erreicht die Radeon HD 7970 GHz Edition 3033 Punkte in der Extreme-Voreinstellung.

Im Leerlauf ist die Karte vergleichsweise sparsam (13 Watt) und leise (0,4 Sone). Beim Spielen (206 Watt) ist sie mit 3,0 Sone aber viel zu laut. Im Furmark kommt sie sogar auf 4,7 Sone, ohne Powertune-Drosselung maßen wir unerträgliche 6,7 Sone. Überdies zirpte die Karte unter Last leicht.

Vier Displays lassen sich gleichzeitig an der Radeon HD 7970 GHz Edition betreiben. Dafür bietet sie zwei Mini-DisplayPorts, eine HDMI-Buchse und einen Dual-Link-DVI-Anschluss. AMD verlangt für die Karte 499 US-Dollar, einen Euro-Preis konnte die Firma noch nicht nennen. (mfi)