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GMX-App unterstützt Einbindung von Konten anderer Anbieter nicht mehr

GMX-App unterstützt Einbindung von Konten anderer Anbieter nicht mehr

(Bild: Michael Traitov/Shutterstock.com)

Die GMX-App stellt die Einbindung fremder Postfächer über das IMAP-Protokoll ein. Dafür soll künstliche Intelligenz die Postfächer nach Themen sortieren.

In der GMX-App ist es künftig nicht mehr möglich, fremde E-Mail-Konten direkt abrufen zu lassen. Der Anbieter hält die bisherige Vorgehensweise, diese über das IMAP-Protokoll einzubinden, für veraltet. Einige Funktionen seien damit unmöglich, etwa Push-Mitteilungen. Dies setze man für ein positives Benutzererlebnis jedoch voraus.

Die Änderung soll laut GMX [1] in Kürze erfolgen. Konkreter wurde der Mail-Dienst auch auf Anfrage von heise online bislang nicht. GMX bietet Betroffenen im Hilfebereich Erklärungen, wie sie stattdessen eine Weiterleitung zu GMX einrichten oder den Sammeldienst nutzen können, um weiterhin Mails aus anderen Postfächern in der App zu bekommen. Der Sammeldienst läuft als POP3. Konten von web.de, das wie GMX zu 1&1 Mail&Media gehört, lassen sich weiterhin verknüpfen. Ob Web.de die Unterstützung anderer Mailanbieter ebenfalls beendet, ist unklar. Im FAQ-Bereich [2] ist sie noch als Möglichkeit gelistet – das gilt allerdings auch für die GMX-FAQs.

Zusätzlich bieten GMX und Web.de dafür ab sofort "intelligente Postfächer". Sie bekommen einen Ordner zwischen dem normalen Posteingang und den weiteren Ordnern wie Spam. In der Browser-Version der Maildienste erscheint automatisch ein Eingang für "Bestellungen" – "Reisen" und "Verträge" sind ebenfalls als Kategorien auswählbar. Um das Postfach zu befüllen, möchten GMX und Web.de eingehende E-Mails auswerten und brauchen dazu die Einwilligung des Nutzers. Im Falle der "Bestellungen" greift 1&1 dann auf Daten wie die Sendungsverfolgungsnummer und den Absender zu, heißt es in der Datenschutzerklärung. Der Einsatz Künstlicher Intelligenz für die Sortierung von Mails [3] wurde schon lange getestet, erst jetzt ist er regulär eingebunden.

Wer mehrere E-Mail-Adressen bei den Diensten eingerichtet hat und innerhalb der Apps wechselt, hatte bis vor Kurzem die Möglichkeit, sie farblich zu kennzeichnen. Diese Funktion ist eingestellt worden. (emw [4])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-4638233

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.gmx.net/mail/app/imap-supportende/
[2] https://hilfe.web.de/pop-imap/index.html#topmenu_help
[3] https://www.heise.de/meldung/GMX-und-Web-de-KI-sortiert-E-Mails-4123377.html
[4] mailto:emw@heise.de